12.06.2020 | Umsatz- und Beschäftigungsrückgang in der Zeitarbeit

Scrabble: Profit, Loss, Risk
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++ Laut Marktforschungsinstitut Lünendonk & Hossenfelder war das Jahr 2019 ein mageres für den Bereich Arbeitnehmerüberlassung. ++

Höchstüberlassungsdauer, Bewerbermangel und eine schwächelnde Konjunktur sorgten im vergangenen Jahr für einen Umsatzrückgang bei den "25 führenden Zeitarbeitsunternehmen in Deutschland". Demnach sei nach der aktuellen Lünendonk-Liste der Umsatz um 8,2 Prozent zurückgegangen. Die Top 10 mussten für das abgelaufene Jahr sogar ein Minus von durchschnittlich 12,2 Prozent im Vergleich zu 2018 hinnehmen.

Lediglich fünf Unternehmen der Erhebung konnten das abgelaufene Jahr mit einem Umsatzplus abschließen. Studienautor Ball sieht den Grund dafür in der Spezialisierung auf die Überlassung höher qualifizierter Mitarbeiter.

14,3 Prozent weniger Zeitarbeitnehmer

Beschäftigten die Unternehmen der Lünendonk-Liste in 2018 noch 253.300 Mitarbeiter für den Kundeneinsatz, sank deren Zahl 2019 auf 217.000. Laut Ball spiele hier der Mangel an qualifiziertem Personal eine Rolle.

Die Auswirkungen der Corona-Krise finden sich in der Studie nicht wieder. Dennoch zeigt eine im März 2020 separat durchgeführte Blitzumfrage, "dass inzwischen mehr als die Hälfte der dort antwortenden Zeitarbeitsunternehmen mit einem Umsatzrückgang von mehr als 10 Prozent für 2020 rechnen."

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