Wussten Sie schon …

... dass Zeitarbeitnehmer weniger krank sind als Beschäftigte anderer Branchen?

Das hat – ganz offiziell – die Bundesregierung festgestellt. Nachlesen lässt sich das in ihrem Bericht „über den Stand von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und über das Unfall- und Berufskrankheitengeschehen in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2016. In diesem Bericht mit dem doch recht sperrigen Titel heißt es wörtlich: „Die AU-Daten zeigen, dass 2016 Leiharbeitnehmer mit 18,4 Tagen etwas weniger AU-Tage je GKV-Mitgliedsjahr aufwiesen als Arbeitnehmer außerhalb der Leiharbeit mit 18,9 Tagen.“ Das liest sich zwar etwas kryptisch, aber die Bundesregierung übersetzt es selbst in verständliche Sprache. Sie schreibt nämlich: „Insgesamt zeigt sich, dass Leiharbeitnehmer weniger Fehlzeiten aufweisen als Beschäftigte außerhalb der Leiharbeit.“

Dieser Befund ist umso bemerkenswerter, als immer wieder einzelne Gesetzliche Krankenkassen (GKV) Schlagzeilen mit Meldungen gemacht haben, dass unter ihren Versicherten Zeitarbeitskräfte höhere Fehlzeiten hätten. Doch der Bericht der Bundesregierung zeigt, dass die Aussagen einzelner Kassen eben nicht repräsentativ sind. Die Angaben der Bundesregierung sind dagegen repräsentativ. Für ihren Bericht wurden die Daten sämtlicher Gesetzlicher Krankenkassen in Deutschland und ihrer Versicherten ausgewertet. Und die widerlegen jetzt eindrücklich das Vorurteil, dass Zeitarbeit krank machen soll.

Der „Bericht der Bundesregierung über den Stand von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und über das Unfall- und Berufskrankheitengeschehen in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2016" (Bundesdrucksache 19/270) ist über die Webseite des Deutschen Bundestages hier jederzeit abrufbar.

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Der BAP stellt mit einer neuen Publikation die Rahmenbedingungen für Zeitarbeit in den EU-Mitgliedsstaaten vor.