Wussten Sie schon …

… dass Zeitarbeit in Deutschland staatlich kontrolliert wird?

Wer in der Bundesrepublik ein Zeitarbeitsunternehmen betreiben will, braucht dafür zwingend eine offizielle Erlaubnis der Bundesagentur für Arbeit. Ohne diese Erlaubnis ist Arbeitnehmerüberlassung nicht möglich. Die Bundesagentur für Arbeit stellt diese Erlaubnis erst einmal nur befristet für ein Jahr aus und kontrolliert, ob bei dem Personaldienstleister alles korrekt gelaufen ist. Nur Zeitarbeitsunternehmen, die drei Jahre lang ohne Beanstandungen eine solche befristete Lizenz hatten, können bei der Bundesagentur für Arbeit eine unbefristete Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung beantragen.

Außerdem werden alle Zeitarbeitsunternehmen in Deutschland, also auch die mit unbefristeten Lizenzen, von der Bundesagentur für Arbeit (BA) und den Zollverwaltungen gründlich kontrolliert. So kontrollierte die BA 2015 22 Prozent der Erlaubnisinhaber. Bei Verstößen gegen rechtliche und tarifvertragliche Bestimmungen – z. B. ein Unterschreiten der geltenden Lohnuntergrenze – drohen Strafen. Vorgesehen sind unter anderem Geldbußen von bis zu 500.000 Euro oder sogar der Entzug der Arbeitnehmerüberlassungserlaubnis. Das bedeutet, dass die Zeitarbeitsunternehmen selbst ein großes Interesse daran haben, sauber zu arbeiten. Denn ansonsten riskieren sie ihre Existenz.

In der Zeitarbeit sorgen aber nicht nur externe Kontrollinstanzen für Ordnung. Branchenverbände wie der BAP haben darüber hinaus noch einen Verhaltenskodex entwickelt, an den sich die Mitgliedsunternehmen halten und der sie zu ethisch einwandfreiem Handeln verpflichtet. Auf diese Weise wird Fairness und Transparenz – gerade auch im Umgang mit den eigenen Mitarbeitern – in den Vordergrund gestellt.

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Der BAP stellt mit einer neuen Publikation die Rahmenbedingungen für Zeitarbeit in den EU-Mitgliedsstaaten vor.