Wussten Sie schon …

… dass Zeitarbeit ein Einstieg ins Berufsleben für Arbeitsuchende und Geringqualifizierte ist?

Das belegen seit Jahren Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA), der aufsichtführenden Behörde für die Zeitarbeit. Für 2016 hat die BA beispielsweise ausgewiesen, dass 18 Prozent der Arbeitnehmer, die bei einem Zeitarbeitsunternehmen angefangen haben, zuvor länger als ein Jahr arbeitslos, also langzeitarbeitslos waren, oder noch nie beschäftigt waren. Weitere 50 Prozent hatten bis zu einem Jahr keine Arbeit. Und mehr als 23 Prozent der Zeitarbeitnehmer konnten keine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen, gehören damit also zu den Geringqualifizierten. Ähnliche Zahlen lassen sich bei der BA schon seit Jahren finden. Die Zeitarbeit habe „insbesondere durch die Einstiegsmöglichkeit in dauerhafte Beschäftigung (…) in Deutschland an Akzeptanz gewonnen“, stellt denn auch die BA fest. Für Gering- bzw. Nichtqualifizierte sowie Arbeitsuchende ist Zeitarbeit also oftmals die beste Möglichkeit, in Erwerbstätigkeit einzusteigen, und gilt daher als wirksames Instrument der Arbeitsmarkintegration.

Übrigens: Nach zwei Jahren sind gut 70 Prozent der Zeitarbeitnehmer weiterhin in Beschäftigung – sowohl innerhalb als außerhalb der Zeitarbeit-, hat das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) herausgefunden. Und hält explizit fest: „Die Mehrheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die aus der Arbeitslosigkeit heraus eine Beschäftigung in der Zeitarbeit aufgenommen haben, hat somit offenbar auch längerfristig ihre Erwerbslosigkeit beenden können.“ Die Zeitarbeit bietet – entgegen der landläufigen Meinung – eben doch nachhaltige Beschäftigungsperspektiven.

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Der BAP stellt mit einer neuen Publikation die Rahmenbedingungen für Zeitarbeit in den EU-Mitgliedsstaaten vor.