Wussten Sie schon …

… dass in Deutschland nur zwei Prozent aller Erwerbstätigen in der Zeitarbeit beschäftigt sind?

Diese Zahl wurde Ende September 2014 vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung und im Juli 2015 erst wieder von der Bundesagentur für Arbeit bestätigt. Diese Stiftung steht den DGB-Gewerkschaften nahe und damit außer Verdacht, für die Zeitarbeit Partei zu ergreifen. Der Anteil der Zeitarbeit an der Gesamtbeschäftigung ist also tatsächlich nur sehr, sehr klein, auch wenn aufgrund der medialen Berichterstattung – und Aufgeregtheit – manchmal ein anderer Eindruck entstehen könnte.

Die "Sorge", dass es nur noch Jobs in der Zeitarbeit gibt und demnächst alle Menschen als Zeitarbeitnehmer arbeiten, ist also wirklich völlig unbegründet. Das beweist noch eine weitere Zahl, nämlich der Anteil der Zeitarbeitnehmer an allen Beschäftigten. Auch diese Quote ist sehr gering und liegt gerade einmal bei 2,7 Prozent.

Übrigens: Beide Werte, also der Anteil der Zeitarbeitnehmer an allen Erwerbstätigen und die Quote der Zeitarbeitnehmer an der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, sind im vergangenen halben Jahrzehnt nahezu gleich geblieben. Im vierten Quartal 2008 betrug der Anteil der Zeitarbeitnehmer an allen Erwerbstätigen 2,3 Prozent, war also gerade einmal 0,1 Prozent niedriger als im vierten Quartal 2015. Bei der Zeitarbeitsquote der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ergibt sich fast das gleiche Bild: Im vierten Quartal 2011 lag der Anteil der Zeitarbeitnehmer bei 2,48 Prozent und im vierten Quartal 2015 waren es 2,7 Prozent. Der Anteil der Zeitarbeitnehmer an den Beschäftigten ist also in den letzten fünf Jahren konstant auf einem niedrigen Niveau.

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Der BAP stellt mit einer neuen Publikation die Rahmenbedingungen für Zeitarbeit in den EU-Mitgliedsstaaten vor.