Wussten Sie schon …

… dass fast 80 Prozent der Zeitarbeitnehmer vollzeitbeschäftigt sind?

Um genau zu sein, handelt es sich um 78 Prozent der Zeitarbeitnehmer, die einer sogenannten sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigung nachgehen. Das hat jedenfalls – ganz offiziell – die Bundesagentur für Arbeit für das Jahr 2016 festgestellt. Auf dem Gesamtarbeitsmarkt sind es dagegen nur 63 Prozent mit einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in Vollzeit. Diese Zahlen zeigen einmal mehr: In der Arbeitnehmerüberlassung – so die offizielle Bezeichnung für die Zeitarbeit – dominiert Vollzeitbeschäftigung, und die Branche hat in diesem Bereich eine deutlich bessere Quote als der Arbeitsmarkt insgesamt.

Vergleichsweise wenig verbreitet sind in der Zeitarbeit auch Minijobs. Nur sieben Prozent der Zeitarbeitskräfte sind geringfügig Beschäftige, die nicht mehr als 450 Euro im Monat verdienen dürfen. In der Zeitarbeit ist also nur jeder 14. ein Minijobber, auf dem Gesamtarbeitsmarkt war es jedoch jeder Siebente. Genauso wie bei der Vollzeitbeschäftigung ist die Zeitarbeit auch hier deutlich „besser“ als der Gesamtarbeitsmarkt.

Was aber heißt genau Vollzeitbeschäftigung? In der Zeitarbeit sind das in der Regel 35-Wochen-Stunden, denn diese Arbeitszeit haben die DGB-Gewerkschaften mit den Arbeitgebern in ihren Tarifverträgen für die Branche vereinbart. Eine 34-Stunden-Woche wäre in der Zeitarbeit also schon eine Teilzeitstelle, wenn auch eine sogenannte „vollzeitnahe“.

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Der BAP stellt mit einer neuen Publikation die Rahmenbedingungen für Zeitarbeit in den EU-Mitgliedsstaaten vor.