Wussten Sie schon …

… dass der BAP ein eigenes Qualifizierungsmodell für ungelernte Zeitarbeitskräfte hat?

Es hat den etwas sperrigen Namen „3-Stufen-Qualifizierungsmodell“, der aber sehr gut beschreibt, was damit passiert: Zeitarbeitskräfte ohne angeschlossene Berufsausbildung werden in Etappen an einen anerkannten Berufsabschluss herangeführt. Dabei setzt das BAP-Modell bei den Kompetenzen und Erfahrungen auf, die Zeitarbeitnehmer bei ihren Einsätzen in Kundenunternehmen erwerben, und unterfüttert sie mit theoretischem Wissen. Das geschieht über die eigens dafür entwickelte eLearning-Plattform ZetQ (www.ZetQ.de), auf die Zeitarbeitskräfte orts- und zeitunabhängig per Handy, Tablet oder PC zugreifen können.

Damit Zeitarbeitnehmer ihren Kompetenzzuwachs auch „beweisen“ können, erfolgt nach jeder der drei Stufen eine Prüfung bei einer anerkannten Prüforganisation. So stehen Zeitarbeitskräfte selbst bei Nichtbestehen der zweiten oder dritten Stufe nicht ohne Nachweis da. Bei den ersten beiden Stufen – dem „Fachhelfer“ und dem „Fachassistenten“ – arbeitet der BAP dabei mit dem TÜV Rheinland zusammen, der den erfolgreichen Abschluss mit einem Zertifikat bescheinigt. Die dritte Stufe – die „Fachkraft“ – wird mit der sogenannten Externenprüfung bei einer IHK oder einer Handwerkskammer abgeschlossen. So können ungelernte Zeitarbeitnehmer in drei Etappen und weitgehend berufsbegleitend einen offiziellen Berufsabschluss erreichen.

Aktuell können nur Verbandsmitglieder und ihre Mitarbeiter das 3-Stufen-Qualifizierungsmodell des BAP nutzen. Perspektivisch soll diese Weiterbildungsmöglichkeit aber für die ganze Zeitarbeitsbranche und auch für Kundenunternehmen der Personaldienstleister geöffnet werden. Damit leistet der BAP – entgegen der landläufigen Vorurteile – einen Beitrag zur Fachkräftesicherung, aber auch zur Beschäftigungsfähigkeit von Geringqualifizierten. Denn eins steht fest: Ohne entsprechende Qualifikationen wird es auf dem Arbeitsmarkt für Menschen immer schwerer werden.

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Der BAP stellt mit einer neuen Publikation die Rahmenbedingungen für Zeitarbeit in den EU-Mitgliedsstaaten vor.