Wussten Sie schon …

… dass Branchenzuschläge Zeitarbeitnehmer an Equal Pay heranführen?

Denn Zeitarbeitnehmer erhalten automatisch nach einer Einarbeitungszeit von vier bzw. sechs Wochen gestaffelte Zuschläge auf ihr Entgelt, wenn sie ununterbrochen bei demselben Kundenunternehmen arbeiten. Je länger Zeitarbeitnehmer dort eingesetzt sind, umso höher fallen die Zuschläge aus. Auf diese Weise werden Zeitarbeitnehmer und Stammmitarbeiter nach neun Monaten nahezu gleich entlohnt. Entwickelt haben dieses System der Branchenzuschläge die Sozialpartner, also DGB-Gewerkschaften und die Arbeitgeberverbände der Zeitarbeit. Geregelt werden die Zuschläge in sogenannten Branchenzuschlagstarifverträgen.

Derartige Branchenzuschlagstarifverträge gibt es mittlerweile in elf Wirtschaftsbereichen – darunter die Metall- und Elektroindustrie sowie die Chemische Industrie. Seit dem 1. Juli 2014 sind die beiden neuesten Branchenzuschlagstarifverträge für Zeitarbeitnehmer in Kraft: Sie gelten für den Kali- und Steinsalzbergbau sowie für gewerblich Beschäftigte in der Papier erzeugenden Industrie. Damit sind die Lohndifferenzen in den wichtigsten Einsatzbranchen für Zeitarbeitnehmer durch die Tarifpartner geschlossen worden. Die Staffelung der Branchenzuschläge entspricht übrigens den Gepflogenheiten vieler DGB-Tarifverträge – hier wird die volle Lohnhöhe oft sogar erst nach mehreren Jahren erreicht.

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Der BAP stellt mit einer neuen Publikation die Rahmenbedingungen für Zeitarbeit in den EU-Mitgliedsstaaten vor.