06.02.2017 | Statistisches Bundesamt: Reallöhne wachsen 2016 um 1,8 Prozent

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Nach vorläufigen Ergebnissen der vierteljährlichen Erhebung ist der Reallohnindex in Deutschland im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent gestiegen. Dabei handelt es sich um die dritthöchste Erhöhung seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2008, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Gegenüber den zwei vorhergehenden Jahren wurde im vergangenen Jahr jedoch ein geringerer Anstieg bei den Reallöhnen erreicht. 2015 betrug der Zuwachs 2,4 Prozent, 2014 stiegen die Reallöhne um 1,9 Prozent.

„Das starke Wachstum der Reallöhne im Jahr 2016 ist vor allem durch den niedrigen Anstieg der Verbraucherpreise begründet und nicht vorrangig auf die gestiegenen Verdienste zurückzuführen“, erklärten die Statistiker dazu. So stiegen die Lebenserhaltungskosten 2016 lediglich um 0,5 Prozent und damit „deutlich geringer als im Durchschnitt der letzten 5 Jahre“, als diese sich um 1,0 Prozent erhöhten. Laut „Handelsblatt“ werden die Reallöhne in diesem Jahr deutlich langsamer steigen, was der zunehmenden Inflation geschuldet sein dürfte. „Im Januar kletterte die Teuerungsrate auf 1,9 Prozent und erreichte damit den höchsten Wert seit Mitte 2013“, heißt es in der Zeitung.

Gleichzeitig gab das Statistische Bundesamt bekannt, dass die Nominallöhne 2016 um 2,3 Prozent höher lagen als im Vorjahr. Damit lagen diese den Statistikern zufolge „im entsprechenden Durchschnitt“.

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