Zeitarbeit ist der Weg aus der Arbeitslosigkeit

76 Prozent der übernommenen Zeitarbeitnehmer hätten ohne die Tätigkeit als Zeitarbeitnehmer keinen festen Job erhalten

Vorherige Tätigkeit der neu eingestellten Zeitarbeitnehmer: Zwei Drittel kommen aus der Arbeitslosigkeit (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, 1. Halbjahr 2011)

Praktische Berufstätigkeit steigert die Chancen auf einen erfolgreichen Wiedereinstieg ins Arbeitsleben. Theoretische Weiterbildungen haben im Gegensatz dazu kaum einen Effekt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB-Kurzbericht 6/2012). Der Grund: Durch praktische Arbeit können Wiedereinsteiger Erfahrungen sammeln, ihr Können unter Beweis stellen und sich so bewähren. Wie solche Erkenntnisse ganz handfest in einen regulären Job münden, bestätigt eine Befragung von Arbeitgebern durch das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW): Die Studie „Zeitarbeit in Deutschland“ zeigt, dass 76 Prozent der in die Stammbelegschaft übernommenen Zeitarbeitnehmer ohne die vorherige Beschäftigung als Zeitarbeitnehmer keine Chance auf eine Festanstellung gehabt hätten.

Dass sich Zeitarbeit als Möglichkeit des Wiedereinstiegs bewährt hat, davon zeugen seit Jahren auch die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA): So waren 65 Prozent aller neu angestellten Zeitarbeitnehmer zuvor ohne Arbeit. „Zeitarbeit holt Menschen aus der Arbeitslosigkeit. Sie erhalten durch Zeitarbeit eine Perspektive und schaffen den Sprung in den Arbeitsmarkt“, sagt Volker Enkerts, Präsident des Bundesarbeitgeberverbands der Personaldienstleister (BAP). „Zeitarbeitsunternehmen bieten Arbeitnehmern die Chance, sich zum Beispiel für neue Tätigkeitsfelder zu qualifizieren. Besonders für Quereinsteiger ebnet Zeitarbeit den Weg in neue Berufe mit Zukunft.“

Zeitarbeit ist Chancentreiber

Durch den rasanten Wirtschaftsaufschwung hat Deutschland eine Arbeitslosigkeit von weniger als sieben Prozent. Das entspricht nicht einmal drei Millionen Arbeitsuchenden. Für diesen Teil der Bevölkerung ist es oft nicht möglich, von der aktuellen guten Lage am Arbeitsmarkt zu profitieren, da es häufig an der nötigen beruflichen Qualifikation fehlt, um einen Platz auf dem Arbeitsmarkt ausfüllen zu können.

Zeitarbeit ist gerade für Arbeitsuchende mit nicht marktgerechter Ausbildung das Sprungbrett in den Job. Das Prinzip ist einfach: Learning by doing. So ist es möglich, Berufserfahrungen zu sammeln und Teile einer fehlenden Ausbildung wettzumachen.

Sprungbrett in den Arbeitsmarkt

Dr. Dieter Traub, CEO des Personaldienstleisters Orizon, erläutert: „Jüngste Umfragen in der Branche zeigen, dass Zeitarbeit mehr und mehr zum strategischen Rekrutierungsinstrument für Unternehmen wird. Wir sind nicht mehr nur die Feuerwehr für die Wirtschaft, sondern Partner in langfristigen Recruitmentaufgaben. Die Übernahmequote steigt seit Anfang 2011 kontinuierlich, im Branchenschnitt auf aktuell rund 15 Prozent, wie wir aus Sicht von Orizon bestätigen können. Damit definieren wir das klassische Dreiecksverhältnis Zeitarbeitnehmer – Personaldienstleister – Kundenbetrieb neu: Zeitarbeit wird für Bewerber und Mitarbeiter zum Karrierecoach, der Arbeitsuchende in flexiblen Einsätzen hin zur direkten Festanstellung außerhalb der Arbeitnehmerüberlassung begleitet.“

Über den BAP:
Der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) ist die führende Interess envertretung der Zeitar- beitsbranche in Deutschland mit über 1.850 Mitgliedern.

Über „Die Zeitarbeit: Einstieg. Aufstieg. Wachstum.“
2011 hat der BAP die Kommunikationskampagne „Die Zeitarbeit: Einstieg. Aufstieg. Wac hstum.“ ins Leben geru- fen. Ziel ist es, über Leistungen und Potenziale der Zeitarbeit zu informieren. Mehr Inform ationen zur Kampagne und ihren Finanzierern sind zu finden unter: www.einstieg-aufstieg-wachstum.de.

Pressekontakt:
Michael Wehran
Pressesprecher Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) Tel: 030 20 60 98 – 30; E-Mail: m.wehran@personaldienstleister.de


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Gesa Kok
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