Arbeitsvolumen und Arbeitskosten stiegen im dritten Quartal 2015

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in einer aktuellen Erhebung bekanntgab, erhöhten sich die Arbeitskosten je geleisteter Arbeitsstunde im dritten Quartal 2015 in Deutschland um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zum zweiten Quartal blieben die Kosten hingegen unverändert. Gleichzeitig haben deutsche Erwerbstätige im dritten Quartal dieses Jahres gut 15,1 Milliarden Stunden Arbeit verrichtet, wie das Institut für Arbeitsmarkt  und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilt. Die geleistete Arbeitszeit stieg damit um 1,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal und saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2015.

Laut Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und Strukturanalysen“, sei das Arbeitsvolumen „nach einem kleinen Dämpfer im ersten Halbjahr zurück auf dem alten Wachstumspfad“. Auch die Zahl an Erwerbstätigen, die im dritten Quartal um 0,8 Prozent auf 43,2 Millionen Personen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum anstieg, sei „weiter positiv“. „Erstmals seit zwölf Jahren gibt es mehr als 24 Millionen Vollzeitbeschäftigte. Ihr Arbeitsvolumen erreicht mit mehr als zehn Milliarden Stunden im Quartal wieder das Niveau vor der Wirtschaftskrise 2009“, so Weber weiter. Wie das Institut mitteilt, arbeitete im dritten Quartal jeder Erwerbstätige 349,7 Stunden – also gut 0,2 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2014. Gleichzeitig sank die Quote der Teilzeitbeschäftigten „deutlich“ um 0,4 Prozent auf 38,2 Prozentpunkte. Wie das IAB schreibt, lässt sich der Rückgang hauptsächlich auf das „kräftige Plus von 1,9 Prozent bei den Vollzeitbeschäftigten“ zurückführen. Innerhalb der Teilzeitbeschäftigung selbst gab es auch eine Verschiebung, weil die Anzahl der Minijobber sank, während mehr Teilzeitkräfte einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgingen.

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, erhöhten sich die Kosten je geleisteter Arbeitsstunde im Zeitraum vom dritten Quartal 2014 bis zum dritten Quartal 2015 kalenderbereinigt um 2,4 Prozent. Dabei nahmen die Bruttoverdienste um 2,3 Prozent zu und „die Lohnnebenkosten stiegen um 2,5 %“. Bruttoverdienst und Lohnnebenkosten zusammen ergeben die Arbeitskosten. Außerdem weist die Behörde auf die Veränderungsraten der Arbeitskosten im Produzierenden Gewerbe und Dienstleistungsbereich innerhalb der EU hin. Nach den für alle 28 Mitgliedsstaaten für das zweite Quartal 2015 vorliegenden Daten „verteuerte sich in Deutschland eine Stunde Arbeit im Vergleich zum zweiten Quartal 2014 kalenderbereinigt um 3,0 %. In der gesamten EU lag der durchschnittliche Anstieg der Arbeitskosten in diesem Zeitraum bei 1,9 %“, teilt das Statistische Bundesamt dazu mit. Lettland (+ 7,9 Prozent), Rumänien (+ 7,7 Prozent) und Bulgarien (+ 6,8 Prozent) wiesen den Angaben zufolge die höchsten Wachstumsraten auf. In Griechenland (- 2,9 Prozent), Zypern (- 1,2 Prozent) und Italien (- 0,4 Prozent) gingen die Arbeitskosten hingegen zurück.

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Doris Droste
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