Fachkräftemangel: Hochschulen und Arbeitgeber wollen Studenten aus dem Ausland holen

Der Fachkräftemangel entwickelt sich zu einem immer größeren Problem, gerade auch in den technischen und mathematischen Berufen. Angesichts dieser Tatsache wollen Arbeitgeber und Hochschulen systematisch Studenten aus dem Ausland holen und sich dafür die Unterstützung von Bund und Ländern sichern, wie die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) in ihrer heutigen Ausgabe berichtet. In den sogenannten MINT-Fächern – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – würden allein in Deutschland aktuell mehr als 50.000 Fachkräfte fehlen, schreibt die SZ. Es sei unmöglich, den künftigen Bedarf allein mit Kräften aus dem Inland zu decken. Daher müsse man nun gezielt im Ausland aktiv werden, empfehle das Nationale MINT-Forum – ein Gremium, an dem Hochschulrektorenkonferenz, Arbeitgeberverbände sowie Industrie- und Handelskammern beteiligt sind und das von Bund und Ländern unterstützt wird.

"Der Wohlstand des ganzen Landes steht auf dem Spiel“, zitiert die SZ ein Mitglied des MINT-Forums und unterstreicht damit offenbar auch die Dringlichkeit des Vorhabens. Weiter berichtet die Tageszeitung über inhaltliche Details des Plans. Das Forum wolle eine „schlagkräftige Kampagne unter der Ägide des Bundes, die das MINT-Studium in Deutschland anpreist und bisherige einzelne Initiativen bündelt, etwa durch ein zentrales Online-Portal“, so die SZ. Angedacht sei auch ein neues Stipendium, das MINT-Studenten aus dem Ausland konkret finanziell helfen könne. Ein Fonds mit „staatlichen und privaten Mitteln“ sei ebenfalls im Gespräch.

Laut SZ ist angedacht, das ganze Vorhaben nach durchgeführter Planung an den rund 140 deutschen Schulen im Ausland bekannt zu machen und gezielt zu bewerben. Denn dort könnten Schulabgänger schon auf entsprechende Sprachkenntnisse bauen. Daneben habe man sich aber auch bereits Gedanken um die Betreuung der neuen Zielgruppe an den Hochschulen gemacht: Den Angaben zufolge soll sie recht intensiv verlaufen – so sollen beispielsweise Zentren für internationales Publikum auf dem Uni-Campus eingerichtet werden.  





Wichtiger Hinweis:
Die Weitergabe der persönlichen LogIn-Daten an Dritte ist untersagt. Bei Zuwiderhandlung behält sich der BAP entsprechende rechtliche Schritte vor.

Artikel teilen:

zurück