Studie untersucht Arbeitsmigration innerhalb der EU

Die Zeiten haben sich geändert: Bis zum Beginn der Eurokrise waren es hauptsächlich Spanien, Italien, Irland und Griechenland, die Arbeitsmigranten aus ost- und südosteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten anzogen. Heute „ist das neue Haupt-Zielland ganz offensichtlich Deutschland“, wie "Die Welt" in ihrer heutigen Ausgabe schreibt. Die Zeitung beruft sich dabei auf eine Studie des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) und der Berenberg Bank, die untersucht haben, wie sich innerhalb der EU in den letzten Jahren die Wanderungsbewegungen verändert haben. Neben Deutschland sind es insbesondere die EU-Mitglieder Großbritannien, Belgien, Finnland, Österreich und Luxemburg, die besonders viele Arbeitsmigranten anziehen. „In absoluten Zahlen ist Deutschland aber inzwischen Einwanderungsland Nummer eins in Europa“, heißt es in der „Welt“ wörtlich.

Die Untersuchung des HWWI und der Berenberg Bank zeigt aber noch eine weitere Veränderung bei der Arbeitsmigration auf:  Das Ausbildungsniveau derjenigen, die aus beruflichen Gründen in ein anderes Land ziehen, hat sich deutlich erhöht. Während 2008 nur 27 Prozent aller Auswanderer einen hohen Bildungsabschluss vorweisen konnten, sind es mittlerweile bereits 40 Prozent. Diesen Trend erklärt Thomas Straubhaar, bis Ende August Leiter des HWWI, gegenüber der „Welt“ damit, dass niedrig qualifizierte Arbeitskräfte, „die meist in den Krisenländern arbeitslos geworden sind“, sich „nur eingeschränkt in neue Jobs in stabileren Ländern umlenken“ ließen. „Die rückläufige Nachfrage nach Niedrigqualifizierten hängt mit dem wirtschaftlichen Wandel hin zu wissensintensiven Dienstleistungen zusammen, mit dem alle europäischen Länder konfrontiert sind“, wird Straubhaar weiter in der „Welt“ zitiert.

Allerdings werden nicht alle Arbeitsmigranten mit höherem Bildungsabschluss auch entsprechend ihrer Qualifikation eingesetzt. Die Studie des HWWI und der Berenberg Bank legt offen, dass rund ein Drittel der Zugewanderten in einem Job arbeiten, der unterhalb ihres Qualifikationsniveaus liegt. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) schreibt angesichts dieses Befundes in ihrer heutigen Ausgabe, dass „viele“ der Arbeitsmigranten „aus volkswirtschaftlicher Sicht ihr Talent“ verschwendeten.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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