Stichtag 1. November 2012: Zeitarbeitsunternehmen sind auf Branchenzuschläge gut vorbereitet

Die Zeitarbeitsbranche wird sich durch die gemeinsam mit den Gewerkschaften ausgehandelten Tarifregelungen verändern. Mit zahlreichen Seminaren sowie mit Publikationen wurden die Mitgliedsunternehmen des BAP auf die Branchenzuschläge vorbereitet.

Die im Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) organisierten Zeitarbeitsunternehmen haben sich gut auf die kommenden Branchenzuschläge für Zeitarbeitnehmer eingestellt. Dies bekräftigte Volker Enkerts, Präsident des BAP, heute in Berlin. „Wenn die Branchenzuschläge in der Metall- und Elektroindustrie und in der Chemischen Industrie zum 1. November in Kraft treten, dann hat der BAP bereits zahlreiche Seminare und Schulungen abgehalten, Publikationen veröffentlicht und Mitglieder sowie Kunden in direkten Gesprächen auf die Neuerungen vorbereitet“, sagte Enkerts. So hat der Verband ein breit angelegtes Spektrum an Praxishilfen aufgelegt – von Leitfäden über Entgelttabellen bis hin zu fachspezifischen Q&As. Für Mitgliedsunternehmen gibt es zusätzlich die Möglichkeit, sich auf deutschlandweiten Informationsveranstaltungen und Regionaltreffen zu informieren.

Zuschläge werden Branche verändern

Die im Laufe des Jahres gemeinsam von den Tarifpartnern beschlossenen Zuschläge auf die Entgelte von Zeitarbeitnehmern werden die Zeitarbeitsbranche verändern. „Wie die genauen Konsequenzen für unsere Kundenunternehmen aussehen werden, lässt sich noch nicht abschätzen, aber unterm Strich wird Zeitarbeit mehr kosten. Wir vermuten, dass Zeitarbeit dadurch stärker als bisher im Fachkräftesegment in Anspruch genommen wird und sich für die dort beschäftigten Mitarbeiter weitaus attraktiver gestaltet. Das Image der Branche wird sich dadurch deutlich verbessern“, sagte Enkerts.

Im Mai haben sich die Arbeitgeberverbände der Zeitarbeit in enger Kooperation mit den Metallarbeitgebern und der IG Metall darauf geeinigt, die Tariflücke zwischen Zeitarbeitnehmern und Stammbelegschaften in der Metall- und Elektroindustrie zu schließen. Je nach Einsatzdauer eines Zeitarbeitnehmers bei ein und demselben Kundenunternehmen kommen demnach bis zu 50 Prozent zum Tarifentgelt hinzu. Im Laufe des Jahres wurden ähnliche Regelungen mit der IG Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE) sowie der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) vereinbart. Mit weiteren Gewerkschaften wird noch verhandelt.

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Doris Droste
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