Statistisches Bundesamt: Mehr als 10 Prozent der bis zu 24jährigen ohne Berufsausbildung

10,4 Prozent der 18- bis 24jährigen in Deutschland verfügen weder über eine Hochschulzugangsberechtigung noch über eine Berufsausbildung und nehmen derzeit auch nicht an einer Aus- oder Weiterbildung teil. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf seiner Internetseite mitteilt, liegt Deutschland damit knapp oberhalb des Zielwerts der Europäischen Union (EU): Bis 2020 soll der Anteil der sogenannten frühen Schulabgänger in der EU auf unter 10 Prozent gesenkt werden. Die EU-Mitgliedsstaaten kamen 2012 durchschnittlich auf 13,5 Prozent.

Wenngleich Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern besser dasteht, sollte das Ergebnis mit Blick auf die neuen OECD-Bildungsstudie (der BAP berichtete gestern) ein Alarmsignal sein: Die OECD hatte herausgestellt, dass Bildung immer stärker über das spätere Einkommen entscheide. Absolventen von Hochschulen oder Meisterkursen verdienten im Jahr 2012 bis zu 74 Prozent mehr als Erwerbstätige mit geringeren Bildungsabschlüssen, stellt die OECD-Studie heraus.

Das Statistische Bundesamt macht in seiner Statistik beachtliche Unterschiede zwischen den Bundesländern bei den Anteilen der frühen Schulabgänger aus: Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Sachsen und Thüringen erfüllten mit Anteilen unter 10 Prozent den angestrebten Zielwert. Davon seien Bremen, Berlin, das Saarland und Nordrhein-Westfalen mit 12,8 und 13,3 Prozent noch weit entfernt.

Ergebnisse zu ausgewählten EU-Indikatoren werden in der Publikation „Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich“ vorgestellt. Die Publikation ist als Download abrufbar auf der Internetseite des Statistischen Bundesamtes.

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Tobias Hintersatz
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