GfK-Konsumklimaindex: Verbraucherstimmung erleidet leichten Dämpfer

Nachdem die Verbraucherstimmung bereits im August leicht zurückging, lässt der Konsumoptimismus auch im September etwas nach. Grund dafür sind Sorgen der Deutschen um die Weltwirtschaft, die vielen Krisenherde und der anhaltende Zustrom an Flüchtlingen nach Europa, die Zweifel der Bürger „hinsichtlich der weiteren konjunkturellen Entwicklung“ schüren. Dies berichtet das Marktforschungsinstitut GfK in seinem heute veröffentlichten Konsumklimaindex.

Nach Erhebungen der GfK sank der Gesamtindikator um 0,3 Zähler auf 9,6 Punkte. Demnach verloren „die drei Einzelindikatoren, Konjunktur- und Einkommenserwartung sowie die Anschaffungsneigung, an Wert“, wie das Institut in einer Pressemitteilung mitteilt. Das Niveau des Gesamtindikators sei aber anhaltend gut, sodass „der Konsum insgesamt auch weiterhin eine wichtige Stütze der Konjunktur in diesem Jahr sein wird“. Zur Ermittlung des Index befragt die GfK monatlich rund 2.000 repräsentativ ausgewählte Verbraucher.

Die Einkommenserwartung schätzen die Deutschen „weniger optimistisch“ ein als im Vormonat. So ging diese um 5,8 Punkte auf 47,7 Zähler zurück – einem noch immer „überaus hohem Niveau“. Die befragten Personen befürchten besonders eine steigende Arbeitslosigkeit aufgrund des großen Flüchtlingszustroms. Auch beim Indikator Konjunkturerwartung verzeichneten die Forscher einen Rückgang. Dieser ist mit einem Minus von „10,2 Punkten deutlich ausgeprägter als im August (-1,8 Punkte)“, heißt es auf der GfK-Website. Verantwortlich macht das Institut dafür die wirtschaftlich schwächelnden Länder China, Russland oder Brasilien, die „künftig die Exportaussichten deutscher Unternehmen beeinträchtigen“ dürften. Auch die Krise in der Ukraine und die Russland-Sanktionen sind nicht ohne Wirkung auf die Stimmung der deutschen Verbraucher. Weiter schreibt die GfK, dass die eingetrübten Konjunkturaussichten Einfluss auf die Anschaffungsneigung der Konsumenten habe. Diese sank leicht um 1,6 Punkte – ein „moderater“ Rückgang, wie die GfK erklärt.

Gemein haben alle ermittelten Ergebnisse, dass diese tatsächlich noch deutlich höher liegen, als die im gleichen Zeitraum des Vorjahres erhobenen Daten. So befinde sich „die Kauflaune der Deutschen insgesamt auf einem sehr hohen Niveau“, resümiert auch die „WirtschaftsWoche“. Die niedrige Arbeitslosigkeit, hohe Lohnzuwächse und eine geringe Inflation böten „gute inländische Rahmenbedingungen“, heißt es dazu bei der GfK.

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