Studie der IHK Mittlerer Niederrhein: Zeitarbeit erfüllt wichtige volkswirtschaftliche Funktion

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein hat in einer Studie, über die aktuell mehrere Medien berichten, die Zeitarbeit untersucht. Zentrales Ergebnis: Zeitarbeit erfüllt eine sehr wichtige volkswirtschaftliche Aufgabe. Denn für Unternehmen ist sie immens wichtig, um flexibel auf Auftragseingänge reagieren zu können. Darüber hinaus eignet sich Zeitarbeit aber auch gerade für gering und gar nicht Qualifizierte als Türöffner zurück in den Arbeitsmarkt.

Mit der durchgeführten Studie wolle die IHK die Debatte um die Zeitarbeit „versachlichen“, wie es auf der Homepage der Organisation, zu der die IHK in Krefeld, in Mönchengladbach und in Neuss gehören, heißt. Für die Untersuchung befragt wurden in der Region Mittlerer Niederrhein den Angaben zufolge 40 Zeitarbeitsunternehmen und 200 Unternehmen, die Zeitarbeit nutzen. Insgesamt seien in der Region „gut 9.800 Menschen“ in der Zeitarbeit beschäftigt. „Unsere Studie zeigt, wie viel Potenzial in der Branche steckt“, zitiert eine entsprechende Pressemitteilung der IHK den Hauptgeschäftsführer der Organisation Dr. Dieter Porschen. „Zeitarbeitnehmer werden vor allem aus Gründen der Flexibilität in Zeiten von Produktionsspitzen und auch als Ersatz für krankheitsbedingte Ausfälle genutzt“, so Dr. Porschen weiter. „Jeweils mehr als 70 Prozent der befragten Betriebe geben diese Motive als hauptsächliche Begründung für den Einsatz von Zeitarbeitnehmern an.“

Wie die IHK-Studie belegt, ergeben sich durch Zeitarbeit aber auch Chancen für Arbeitnehmer: 69 Prozent der Zeitarbeitnehmer am Mittleren Niederrhein seien vor ihrer Tätigkeit in der Zeitarbeit „arbeitslos oder noch gar nicht beschäftigt“ gewesen – „8,2 Prozent sogar langzeitarbeitslos“, wie es in der Mitteilung heißt.  Auch der Anteil der Niedrigqualifizierten sei in der Zeitarbeit „überdurchschnittlich hoch“ – daher sei  die Branche nach Einschätzung der IHK ein „wirkungsvolles Instrument zur Wiedereingliederung von Arbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt“.

IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Porschen betont auch einen weiteren zentralen Punkt der Untersuchung: Zeitarbeit verdrängt keine Stammbeschäftigungen „Lediglich knapp jeder fünfte Zeitarbeitnehmer war vor seiner Anstellung in der Arbeitnehmerüberlassung als Erwerbstätiger außerhalb dieser Branche beschäftigt“, führt Dr. Porschen in der Pressemitteilung aus. „Dies ist ein weiterer Beleg dafür, dass Zeitarbeit keineswegs Stammbelegschaften ersetzt.“

Die IHK Mittlerer Niederrhein warnt abschließend noch davor, durch die Zeitarbeit bedingte positive Wirtschaftsentwicklungen „durch immer stärkere Regulierungsmaßnahmen abzuwürgen“. Wörtlich heißt es dazu in der IHK-Studie: „Die Analyse hat gezeigt, dass eine weitere Regulierung Arbeitsplätze vernichten kann und zudem den Standort Deutschland schwächt, wenn die Möglichkeit, Produktionsspitzen durch den flexiblen Einsatz von Zeitarbeitnehmern abzubauen, nicht mehr gegeben ist.“
Die gesamte Untersuchung kann auf der Internetseite der IHK Mittlerer Niederrhein eingesehen werden.




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Doris Droste
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