„So geht man nicht mit Arbeitnehmern, die wertvolle Arbeit leisten, um!“

Thomas Hetz, BAP-Hauptgeschätsführer

Zu den Äußerungen der arbeitsmarktpolitischen Sprecherin der Linke-Landtagsfraktion in Thüringen, Ina Leukefeld, zur Zeitarbeit und Zeitarbeitnehmern, erklärt Thomas Hetz, Hauptgeschäftsführer des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister e.V. (BAP):

„Wir sind es gewohnt, dass vor allem die arbeitnehmerfreundliche Linke Zeitarbeitende lieber als Opfer behandelt, statt ihre Anliegen ernst zu nehmen. Jedoch offenbaren die Aussagen der arbeitsmarktpolitischen Sprecherin der Linke-Landtagsfraktion in Thüringen, Ina Leukefeld, noch eine ganz andere Geisteshaltung. Dass die Wirtschaft endlich lernen müsse, dass diese auf Dauer keine guten Leute über die Leiharbeit bekommt, so Frau Leukefeld, ist neu und ein heftiger Schlag ins Gesicht der Betroffenen. So geht man nicht mit Arbeitnehmern, die wertvolle Arbeit leisten, um!

Auch ihre pauschale Aussage, die so genannte Leiharbeit sei meist keine Brücke für Beschäftigte in Unternehmen, ist unpräzise und irreführend. Ich rate Frau Leukefeld, Fakten statt Vorurteile für eine qualifizierte Auseinandersetzung mit dem Thema „Zeitarbeit als Integrationsmotor in den Arbeitsmarkt“ heranzuziehen. Ein erster Blick in die Statistik der Bundesagentur für Arbeit von 2018 zeigt: Einem Großteil der ehemals Arbeitslosen gelingt durch Zeitarbeit ein nachhaltiger Zugang zum Arbeitsmarkt: 65 Prozent der vorher Arbeitslosen waren sowohl nach sechs als auch nach zwölf Monaten nach ihrer Beschäftigungsaufnahme in der Zeitarbeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt. 42 Prozent aus dem Personenkreis der vorher Arbeitslosen wechseln dabei aus der Arbeitnehmerüberlassung nach sechs oder zwölf Monaten zu einem anderen Arbeitgeber einer anderen Branche. Diese Personen konnten sich offensichtlich beweisen und so eine ebenfalls sozialversicherungspflichtige Beschäftigung außerhalb der Zeitarbeitsbranche finden.“

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Doris Droste
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