„Praxistest Zeitarbeit“ in Lahr: CDU-Bundestagsabgeordneter Peter Weiß informiert sich über Zeitarbeit

Sylvia Selinger, BAP-Regionalsprecherin und Geschäftsführerin von acrobat GmbH Personaldienstleistungen (r.), mit dem Bundestagsabgeordneten Peter Weiß (m.) und Ingo Brunner, acrobat-Niederlassungsleiter in Lahr (l.). Foto: Büro MdB Weiß

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Weiß, Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, besuchte im Rahmen der Aktion „Praxistest Zeitarbeit“ des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP) die Niederlassung der acrobat GmbH Personaldienstleistungen in Lahr. Neben Einblicken in die Abläufe der täglichen Arbeit eines Personaldienstleisters schilderte BAP-Regionalsprecherin und acrobat-Geschäftsführerin Sylvia Selinger dem Bundestagsabgeordneten, was die Branche derzeit hauptsächlich umtreibt: die anstehenden Gesetzesänderungen in der Arbeitnehmerüberlassung.

Mit der Festlegung einer Höchstüberlassungsdauer auf 18 Monate und der Einführung von Equal Pay nach neun Monaten werden gravierende Einschränkungen auf die Zeitarbeit zukommen. Selinger zufolge wird die unklare Definition von Equal Pay mit großer Rechtsunsicherheit für die Personaldienstleister verbunden sein. Die BAP-Regionalsprecherin berichtete MdB Weiß, dass mit den Branchenzuschlägen, die die Zeitarbeit zusammen mit den DGB-Gewerkschaften schon 2012 einführte, Zeitarbeitnehmer bereits nach neun Monaten ein nahezu gleiches Entgelt wie vergleichbare Stammmitarbeiter erreichen. Außerdem verwies Selinger auf die bürokratischen Belastungen, die mit der Einführung von Equal Pay sowohl auf Personaldienstleister als auch deren Kundenunternehmen zukommen werden. Neben aktuellen Entwicklungen in der Branche klärte die BAP-Regionalsprecherin aufgrund der Forderungen einiger deutscher Parteien auch darüber auf, welche Vorteile das in Deutschland angewendete Arbeitgeberprinzip gegenüber dem in Frankreich geltenden Agenturprinzip hat. So sind Zeitarbeitnehmer in Deutschland auch nach Beendigung des Einsatzes im Kundenbetrieb weiterhin fest bei ihrem Personaldienstleister angestellt und haben Anspruch auf Lohnfortzahlung bei Urlaub, Krankheit und fehlenden Einsatzmöglichkeiten, während Zeitarbeitnehmer in Frankreich nach Beendigung des Einsatzes arbeitslos sind.

Weiß erhielt außerdem die Möglichkeit, sich mit einem Kundenunternehmen des Personaldienstleisters auszutauschen. Das Unternehmen Schneider Electric machte deutlich, dass es das Mittel der Zeitarbeit benötigt, um auf Auftragsschwankungen entsprechend reagieren zu können. Im Anschluss hatte der Bundestagsabgeordnete noch Gelegenheit, mit einem langjährigen Mitarbeiter des Personaldienstleisters ins Gespräch zu kommen, der vor zehn Jahren aus Russland nach Deutschland gekommen war und in der Zeitarbeit nicht nur die deutsche Sprache erlernte, sondern auch eine unbefristete Anstellung gefunden hat.

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Doris Droste
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