Praxis für Politik in Cottbus und in Altötting – Einblicke für Bundestagsabgeordnete in die Zeitarbeit

V.l.n.r. Thomas Bäumer, BAP-Vizepräsident und CEO TUJA Zeitarbeit GmbH, Niederlassungsleiterin Petra Rusche und Ulrich Freese, SPD-Bundestagsabgeordneter.

Im Rahmen der Aktion „Praxis für Politik“ besuchten die Bundestagsabgeordneten des jeweiligen Wahlkreises Standorte des BAP-Mitgliedsunternehmens TUJA in Cottbus und Altötting und verschafften sich einen Einblick in die tägliche Praxis der Personaldienstleistungen. Die Aktion „Praxis für Politik“ wird vom  Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) mit Unterstützung seiner Mitgliedsverbände – wie dem BAP – organisiert und findet in diesem Jahr bereits zum 13. Mal statt.

In Cottbus informierte sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Ulrich Freese vergangene Woche über die Anforderungen und Arbeitsabläufe in der Zeitarbeit. Außerdem diskutierte er im Austausch mit Thomas Bäumer, BAP-Vizepräsident und CEO der TUJA Zeitarbeit GmbH, und Niederlassungsleiterin Petra Rusche über die neuesten Entwicklungen der Branche. Gesprochen wurde unter anderem über Tarifverträge, Branchenzuschläge und die von der Bundesregierung geplanten Änderungen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes, die eine Beschränkung der Höchstüberlassungsdauer auf 18 Monate und die Einführung eines gesetzlichen Equal Pay nach neun Monaten vorsehen. Bäumer sprach sich dabei entschieden gegen weitere Regulierungen der Branche seitens der Bundesregierung aus. Er wies darauf hin, dass ein Eingreifen in die Tarifautonomie erhebliche Konsequenzen für das wichtige Flexibilisierungsinstrument Zeitarbeit habe, das für die deutsche Wirtschaft unverzichtbar sei. Darüber hinaus habe die vorgesehene Höchstüberlassungsdauer beispielsweise wesentliche Einschränkungen von Weiterbildungsmaßnahmen zur Folge, von denen besonders geringqualifizierte Mitarbeiter betroffen wären. Die Zeitarbeitsbranche könne daher ihre wichtige Integrationsfunktion für Arbeitsuchende und Geringqualifizierte nur noch schwer erfüllen. Aber auch im hochqualifizierten Bereich, erläuterte Bäumer, seien die Auswirkungen fatal, weil vor allem Spezialisten wie IT-Fachleute oder Ingenieure in Projekten eingesetzt würden, die bisweilen länger als 18 Monate dauerten.

Im bayerischen Altötting absolvierte der CSU-Bundestagsabgeordnete Tobias Zech sein Praktikum in der Zeitarbeit. TUJA-Gebietsleiter Stefan Liebl und Niederlassungsleiter Markus Luprich sprachen mit ihm unter anderem ebenfalls über die geplanten Regulierungen für die Branche. Zech nutzte die Gelegenheit und sprach mit einer Mitarbeiterin, die als Personalsachbearbeiterin in einem Kundenunternehmen tätig ist. Ihre Schilderungen und persönlichen Erfahrungen als Zeitarbeitnehmerin verschafften dem Bundestagsabgeordneten einen direkten Einblick in die Praxis der Zeitarbeit.

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