OECD-Studie: Bildungssystem in Deutschland steht im internationalen Vergleich gut da

Die beruflichen Chancen junger Menschen sind in Deutschland besser als in anderen Industrienationen. Mit einer höheren Zahl an Studienanfängern, weniger arbeitslosen Jugendlichen und dem Ausbau von frühkindlichen Bildungsmaßnahmen habe Deutschland die besten Voraussetzungen, eine erfolgreiche Integration der Flüchtlinge zu gewährleisten. Zu diesem Ergebnis kommt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrer diesjährigen Bildungsstudie „Bildung auf einen Blick 2015“.

Der Studie zufolge ist der Anteil der 20- bis 24-Jährigen in Deutschland, die keinem Beruf nachgehen oder eine Ausbildung machen, mit 10,1 Prozent so gering wie in keinem anderen Land. Im OECD-Durchschnitt liegt die Quote bei 17,9 Prozent. Die Organisation ermittelte zudem, dass mittlerweile mehr als 53 Prozent eines Jahrgangs ein Studium oder einen tertiären Bildungsgang wie Meister oder Techniker aufnähmen. Jedoch lägen die Abschlussquoten im Tertiärbereich „weiter unter dem OECD-Schnitt“ – mit 36 Prozent gegenüber 50 Prozent, heißt es in einer Pressemitteilung der Organisation. Problematisch könne die „entstehende Fachkräftelücke“ werden. Diese könne aber geschlossen werden, „wenn sich der Anteil gutausgebildeter Jugendlicher an den zahlenmäßig schwächeren, nachrückenden Jahrgängen weiter erhöht“, so Stefan Kapferer, stellvertretender Generalsekretär der OECD. Erfreulich sei zudem, dass mehr Frauen ein Studium in einem der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) belegten. Kapferer bestätigt, dass Deutschland mit dem dualen System „gute Voraussetzungen“ habe, „auch die Arbeitsmarktintegration von Migranten zu stemmen“. Im nächsten Schritt müsse nun für „spezielle Angebote für Flüchtlinge“ gesorgt werden.

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Tobias Hintersatz
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