Lünendonk-Studie: Personaldienstleister rechnen mit Arbeitsplatzverlusten durch Regulierung der Zeitarbeit

Die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) geplante Regulierung der Zeitarbeit wird weitreichende Folgen für die gesamte deutsche Wirtschaft mit sich bringen. So erwarten 70 Prozent der Personaldienstleister, dass das neue „Gesetz zur Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes und anderer Gesetze“ Arbeitsplätze in der Branche bedrohen wird. Zu diesem Ergebnis kommt die Marktforschungsgesellschaft Lünendonk in einer aktuellen Umfrage unter den 25 führenden Anbietern von Zeitarbeits- und Personaldienstleistungen.

Kritikpunkt ist vor allem, dass die Bundesregierung bislang keine genaue und rechtssicher handhabbare Definition getroffen hätte, „auf welcher Basis Equal Pay nach neun Monaten gezahlt werden soll“, schreiben die Autoren der Studie. Hartmut Lüerßen, Partner der Lünendonk GmbH, empfiehlt daher eine Berechnung von Equal Pay auf Grundlage der Lohnberechnungen bei den Branchenzuschlagstarifverträgen. „Wenn Unsicherheit durch Definitionsunschärfen oder hohe zusätzliche Komplexität zu einem Nachfragerückgang führen, gehen die führenden Anbieter davon aus, dass Zeitarbeitnehmer durch die Regulierung in die Arbeitslosigkeit gedrängt werden“, fasst der Marktforschungsexperte die Studienergebnisse zusammen. Auswirkungen der Regulierungspläne würden sich aber auch im Marktwachstum der Branche zeigen. Die befragten Unternehmen erwarten demnach in diesem Jahr lediglich ein Wachstum von 2,9 Prozent.

Die Lünendonk GmbH gibt seit 1999 regelmäßig ein Ranking der 25 führenden und 29 weiterer mittelgroßer bis kleinerer Zeitarbeitsunternehmen und Personaldienstleister heraus. Die ersten drei Plätze der führenden Zeitarbeitsunternehmen bekleiden Randstad Deutschland GmbH, Adecco Holding und ManpowerGroup Deutschland, die Mitglieder im Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) sind. 

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Gesa Kok
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