IWF erwartet höheres Wachstum in Deutschland – auch Familienunternehmer zuversichtlich

Der Internationale Währungsfonds (IWF) schließt eine höhere Wachstumsprognose für Deutschland nicht aus. Wie es in einer Meldung der Nachrichtenagentur „Reuters“ heißt, könnte der zuletzt auf 1,6 Prozent geschätzte Zuwachs der Wirtschaftsleistung in diesem Jahr zu niedrig veranschlagt sein. "Reuters" zitiert die für Deutschland zuständige IWF-Expertin Enrica Detragiache. Eine Erhöhung komme infrage, falls der niedrige Ölpreis und die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) die Konjunktur stärker als erwartet anschieben sollten. Die Bundesregierung erwartet für dieses Jahr ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt von 1,8 Prozent.

Ein Experten-Team des IWF hat in den vergangenen Tagen im Land die wirtschaftliche Entwicklung analysiert. Vorerst werde der Fonds jedoch an seiner Prognose für Deutschland festhalten, sagte Detragiache. Der abschließende Bericht der Gruppe wird in Washington dem Exekutivdirektorium des Fonds vorgelegt, heißt es bei „Reuters“. In diesem Bericht werden von Deutschland Reformen in vier Bereichen angemahnt, schreibt die „Berliner Zeitung“. So fordert der IWF mehr öffentliche Investitionen für die Infrastruktur und eine Abschaffung des Ehegatten-Splittings, um angesichts des demografischen Wandels die Erwerbstätigkeit von Frauen zu erhöhen. Außerdem soll die Bundesrepublik mehr Wettbewerb im Bereich der Architekten, Ingenieure und Steuerberater zulassen. „Schließlich ruft der IWF die Bundesregierung auf, den starken Anstieg der Immobilienpreise genau zu beobachten“ und die „volkswirtschaftlichen  Instrumentarien zum Gegensteuern bereit zu stellen“, so die „Berliner Zeitung“.

Zuversichtlich blicken auch die Familienunternehmen in die Zukunft: Eine Umfrage unter 400 Unternehmen ergab, dass mehr als 60 Prozent der befragten Firmen eine gute bis sehr gute Entwicklung ihres Geschäfts erwarten, wie die Tageszeitung „Die Welt“ berichtet. Demnach erwartet keines der an der Umfrage beteiligten Unternehmen eine schlechte Entwicklung. Auftraggeber der Studie waren der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), die Deutsche Bank und das Institut für Mittelstandsforschung Bonn.

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