Zehn Jahre Hartz IV: Bundesagentur für Arbeit zieht Bilanz

Anfang 2005, also vor fast zehn Jahren, wurden Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe zur Grundsicherung für Arbeitsuchende zusammengelegt. Diese Maßnahme ist unter dem Schlagwort Hartz IV bekannt geworden und rief seinerzeit erhebliche Proteste hervor. Nun zieht die Bundesagentur für Arbeit (BA) Bilanz – und die fällt ausgesprochen positiv aus. So heißt es in einer Pressemitteilung der BA wörtlich: „Die Arbeitslosigkeit sank seitdem erheblich. Während im Jahresdurchschnitt 2005 noch 4,9 Millionen Menschen arbeitslos waren, liegt die Zahl heute bei 2,9 Millionen. Dazu hat die Reform in großem Ausmaß beigetragen.“

Dass das „Prinzip des Förderns und Forderns funktioniert“, wie BA-Vorstand Heinrich Alt erklärt, kann die BA auch durch Zahlen erhärten. So startete die sogenannte Grundsicherung, in der auch Kinder enthalten sind, mit 6,8 Millionen Menschen im Jahresdurchschnitt 2005 und erreichte ihren Höchststand mit 7,2 Millionen Personen im Jahr 2007. Heute sind es dagegen nur noch 6,1 Millionen. Bei den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ging die Zahl von rund fünf Millionen im Jahresdurchschnitt 2005 um 600.00 auf aktuell 4,4 Millionen zurück. „Bei den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten werden auch Personen mitgezählt, die dem Arbeitsmarkt aktuell nicht zur Verfügung stehen, beispielsweise weil sie Kinder unter drei Jahren betreuen oder Angehörige pflegen“, stellt die BA dazu klar.

Auch bei der Zahl der arbeitslosen Leistungsbezieher in der Grundsicherung kann die BA einen deutlichen Rückgang vermelden: Während es im Jahr 2005 im Durchschnitt knapp 2,8 Millionen Personen waren, sind es heute 1,9 Millionen, also 900.000 weniger. Und selbst beim Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit gibt es Erfolge, auch wenn die BA in diesem Bereich noch eine „Herausforderung“ sieht. „Im Jahr 2007 waren davon 1,4 Millionen Menschen betroffen (erst ab 2007 liegen hier Daten vor, die auch die von den zugelassenen kommunalen Trägern betreuten Grundsicherungsempfänger enthalten). Bis heute hat sich dieser Wert um knapp 500.000 auf gut 900.000 Personen verringert“, so die BA-Pressemitteilung.

Wichtiger Hinweis:
Die Weitergabe der persönlichen LogIn-Daten an Dritte ist untersagt. Bei Zuwiderhandlung behält sich der BAP entsprechende rechtliche Schritte vor.

Artikel teilen:

zurück