Deutscher Jobaufschwung gerät im zweiten Halbjahr ins Stocken

Aktuell sind die Aussichten auf dem deutschen Arbeitsmarkt gut. Expertenprognosen zufolge wird der Aufschwung bei den Jobs im zweiten Halbjahr aber an Fahrt verlieren. Laut „Handelsblatt“ dürfte die Griechenland-Krise nach Einschätzung der Volkswirte dabei den deutschen Arbeitsmarkt „vorerst unbeeindruckt lassen“.

Im zweiten Halbjahr wird sich die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt verlangsamen. Möglicherweise werden sich außerdem weniger Menschen in einem Arbeitsverhältnis befinden als zum jetzigen Zeitpunkt. Dies geht aus einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) unter Ökonomen deutscher Großbanken hervor. Diese rechnen damit, dass die Erwerbslosigkeit bis Ende des Jahres stagnieren wird. Auch 2016 sei mit einem kräftigen Aufschwung nicht zu rechnen, so das „Handelsblatt“. Derzeit wirke sich die schwache Konjunktur des ersten Quartals auf die aktuellen Einstellungsbedingungen aus. Laut „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) seien derlei Entwicklungen erst eine gewisse Zeit später spürbar, sodass der volle Umfang der Auswirkungen auch erst im Herbst deutlich werden würde. Einigen Ökonomen zufolge zeichne für die kommenden Aussichten die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns verantwortlich, der den Abbau von Minijobs deutlich vorantreiben würde, berichtet das „Handelsblatt“. Die Griechenland-Krise habe dagegen keine Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Diese drücke lediglich die Stimmung in den Unternehmen, hätte aber keinen Einfluss auf die geplante Einstellung von Mitarbeitern, so die Zeitung.

Derzeit sei die Entwicklung der Arbeitssituation positiv, schreibt das „Handelsblatt“ weiter. Im Juni erwarten die Volkswirte eine Arbeitslosenzahl von rund 2,7 Millionen Menschen. Das wären gegenüber dem Vormonat 60.000 weniger Arbeitslose sowie 130.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Arbeitslosenzahlen für Juni wird die Bundesagentur für Arbeit (BA) am morgigen Dienstag bekanntgeben.

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