„Große Unterstützung für Personalabteilungen“

Raymond Homo, Vorsitzender des Verbandsbereichs Personalvermittlung (VBPV) des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP), im Serieninterview „Drei Fragen an...“

Der VBPV-Vorsitzende Raymond Homo. Foto: Bankpower

Das Konzept privater Personalvermittlung ist einfach: Anbieter und Nachfrager einer zu besetzenden Stelle werden von einem Personalvermittler zusammengebracht, um ein Arbeitsverhältnis zu schaffen. Zum 1. April 1994 wurde das Vermittlungsmonopol der Arbeitsämter aufgegeben, der Markt war damit auch für private Anbieter geöffnet. Seitdem hat sich die Branche sehr entwickelt. Und die Inanspruchnahme der Dienstleistung wird weiter steigen, machen Prognosen deutlich. Ende 2012 hat sich der Verbandsbereich Personalvermittlung (VBPV) des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP) konstituiert. Hervorgegangen ist er aus dem Bundesverband Personalvermittlung e. V. (BPV). Raymond Homo, Vorsitzender des VBPV, wirft im BAP-Serieninterview „Drei Fragen an…“ einen Blick in die Zukunft der Branche.

Herr Homo, „die Bedeutung privater Personalvermittlungen wächst“, hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) auf dem vom BAP organisierten Praxistag Personalvermittlung 2013 in Berlin prognostiziert. Warum ist dies so?

Die private Personalvermittlung ist im vergangenen Jahr volljährig geworden und hat sich über die Jahre sehr gut entwickelt, sowohl quantitativ als auch qualitativ. Die von der Branche selbst definierten Qualitätsstandards haben die im Jahre 2002 vorgenommene Deregulierung möglich gemacht. Die im selben Jahr eingeführten Vermittlungsgutscheine haben das Wachstum auch unterstützt.  

Das IW Köln hat errechnet: 2005 haben fünf Prozent der Arbeitgeber private Personalvermittler genutzt, 2011 waren es schon 14 Prozent. Das ist beinahe eine Verdreifachung in sechs Jahren. Wie geht es weiter?

Sicherlich wird es nicht wieder eine Verdreifachung in den nächsten drei Jahren geben, jedoch wird die Inanspruchnahme von privaten Personalvermittlern weiter steigen. Die Dienstleistung hat sich seit 1994 entwickelt und wurde so zur Selbstverständlichkeit. Sie ist eine große Unterstützung für Personalabteilungen vieler Unternehmen sowie eine Ergänzung zur Bundesagentur für Arbeit, mit der die Branche eng zusammenarbeitet.

Stichwort Fachkräftemangel: Private Personalvermittlung könnte eine effektive Ergänzung zur reinen Zuwanderung aus dem Ausland werden, heißt es in Fachkreisen. Wie könnte das konkret aussehen?

Eine effektive und wertvolle Ergänzung kann die private Personalvermittlung durchaus sein. Die Vermittler kennen die meistgesuchten Qualifikationen – vor allem auch die, bei denen der Mangel an Kandidaten am größten ist. Flächendeckend aufgestellte Vermittler mit einer professionellen Organisation und einer stets aktuell gehaltenen Datenbank sind schnell in der Lage, passende Kandidaten zu finden – auch wenn diese in ganz anderen Regionen leben, aber die Bereitschaft haben, sich geografisch zu verändern. Wenn einmal für die Position erforderliche Kenntnisse  nicht in dem gewünschten Niveau vorhanden sein sollten, haben manche Personalvermittler außerdem die Möglichkeiten, die Bewerber fortbilden zu lassen. International aufgestellte Personalvermittler können übrigens innerhalb der Firmengruppe auch im Ausland passende Qualifikationen rekrutieren.

Über den BAP:

Der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) ist die führende Interessenvertretung der Zeitarbeitsbranche in Deutschland mit über 4.800 Betrieben. Informationen zum Verband finden Sie unter www.personaldienstleister.de.

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Tobias Hintersatz
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