„Fachwirte stehen auf einer Stufe mit Meistern“

Jörg Schlüpmann, Arbeitsgruppenleiter Aufstiegsfortbildung bei der Deutschen Angestellten-Akademie (DAA), im BAP-Serieninterview „Drei Fragen an…“

Jörg Schlüpmann, Arbeitsgruppenleiter Aufstiegsfortbildung bei der Deutschen Angestellten-Akademie (DAA). Foto: DAA

Am 4. September 2014 startet bei der DAA in Zusammenarbeit mit dem Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) der erste Lehrgang für die Vorbereitung auf die Prüfung zum „Geprüften Personaldienstleistungsfachwirt“. Dieser neue Fachwirt ist noch sehr jung, denn die Prüfungsordnung wurde erst im Juli 2010 erlassen. Bisher hat bundesweit nur eine einzige Prüfung stattgefunden. Doch das wird sich nun ändern, wie Jörg Schlüpmann im BAP-Serieninterview „Drei Fragen an…“ erläutert.

Herr Schlüpmann, was bringt die Ausbildung zum Geprüften Personaldienstleistungsfachwirt?


Personaldienstleistungsfachwirte können verantwortungsvolle Positionen in Unternehmen der Personaldienstleistungswirtschaft wahrnehmen – zum Beispiel die Leitung einer Niederlassung oder leitende Funktionen in Organisationseinheiten wie Marketing, Vertrieb oder Produktentwicklung; dies geht auch in anderen Unternehmen mit entsprechenden Organisationseinheiten. Die umfassende Kenntnis von Planung, Steuerung und Kontrolle von personaldienstleistungsspezifischen Aufgaben ist auch beim Aufbau einer selbständigen Tätigkeit von großem Wert.

Dieses Aufstiegsangebot – Fachwirte stehen auf einer Stufe mit Meistern und sollen zukünftig auch Hochschulabsolventen mit Bachelorabschluss gleichgestellt sein – eignet sich auch für Quereinsteiger, die einen branchenspezifischen Abschluss erlangen wollen, ohne die Ausbildung zum Personaldienstleistungskaufmann absolviert zu haben.

Unser Angebot bietet eine optimale Vorbereitung auf die Prüfung zum Geprüften Personaldienstleistungsfachwirt. Experten und Expertinnen aus der Personaldienstleistungsbranche sorgen für einen hohen und nachhaltigen Praxisbezug. Gleichzeitig werden alle in der Prüfungsordnung aufgeführten Themen intensiv behandelt, so dass wir eine hohe Bestehensquote erwarten, individuelles Lernengagement vorausgesetzt.

Der Lehrgang folgt dem sogenannten Blended-Learning-Prinzip: Gelernt wird nicht nur vor Ort, sondern auch von zu Hause aus über das Internet. Was sind die Vorteile eines solchen Konzepts?

Wir nutzen Webinare, also Präsenzseminare im Netz, für Vorlesungen, Fragestunden und Prüfungsvorbereitung. Die Technik ist kinderleicht, die Veranstaltungen werden digital aufgezeichnet und in einem virtuellen Klassenraum abgelegt, so dass man die Sendung später schauen kann, wenn es im Büro mal wieder länger geworden ist. In diesem virtuellen Klassenraum stehen auch weitere Lernressourcen bereit, hier können sich die Lernenden selbstorganisiert zu Arbeits- und Lerngruppen treffen oder mit den Fachdozenten chatten. Die Vorteile dieses Angebots liegen also auf der Hand: Zeit- und Ortsouveränität, Verfügbarkeit des Seminarangebots im gesamten Bundesgebiet, Zugriff auf alle Lernressourcen an einem Ort und Interaktivität – man braucht nur einen Rechner mit Internetzugang. Dies kann auch ein mobiles Endgerät sein. Dieses Konzept passt perfekt zur Personaldienstleistungsbranche, in der die Arbeitszeiten und Belastungsspitzen mit klassischen Anwesenheitszeiten in Präsenzveranstal-tungen nur schlecht unter einen Hut zu bekommen sind. Was liegt da näher, als mit unserem Angebot über das Internet in virtuelle, lernortunabhängige Räume zu gehen?

Flankiert wird der virtuelle Unterricht von insgesamt nur fünf Präsenzphasen in zwei Jahren. In diesen Blöcken werden insbesondere hochwertige Trainings angeboten, die den Teilnehmern helfen, ihre Handlungskompetenz zu erhöhen. Ein Block ist der intensiven Prüfungsvorbereitung gewidmet, ein Block dient der Einführung und dem Kennenlernen – bei aller sinnvollen Virtualität, ein bisschen „menscheln“ wird und soll es auch!

Warum engagiert sich die DAA in diesem Fortbildungsbereich?

Zum einen ist die Personaldienstleistungsbranche ein Wirtschaftsbereich mit Zukunftspotenzial, gerade vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung. War Zeitarbeit gestern noch assoziiert mit „angelernten Arbeitskräften für Produktionsspitzen“, werden Personaldienstleistungen morgen viel differenzierter, projektorientierter und damit hochwertiger werden. Für dieses Geschäft benötigt die Branche gut qualifiziertes Personal, und wir freuen uns, mit unserem Angebot einen kleinen Teil zu dieser Entwicklung beitragen zu können – denn externe Personalentwicklung verstehen wir als eine unserer Hauptaufgaben.

Zum anderen ist es auch für uns wichtig, mit modernen und marktgerechten Bildungskonzepten den Herausforderungen der Weiterbildungszukunft zu begegnen. Der virtuelle Raum, gepaart mit Angeboten vor Ort, schafft zahlreiche neue und flexible Möglichkeiten, Weiterbildung zu planen, anzubieten und durchzuführen. So haben wir für den im September startenden Kurs bereits genügend Anmeldungen, und weitere Kurse werden folgen, dessen bin ich mir sicher!

Allerdings wären wir mit unserem Angebot nicht da, wo wir heute stehen, wenn der BAP den Wunsch nach diesem Aufstiegsfortbildungsangebot nicht so intensiv verfolgt und vorangetrieben hätte.

Über den BAP:

Der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister e. V. (BAP) ist die führende Interessenvertretung der Zeitarbeitsbranche in Deutschland. Im BAP sind ca. 2.000 Mitglieder mit über 4.800 Personaldienstleistungsbetrieben organisiert. Informationen zum Verband finden Sie unter www.personaldienstleister.de.

Wichtiger Hinweis:
Die Weitergabe der persönlichen LogIn-Daten an Dritte ist untersagt. Bei Zuwiderhandlung behält sich der BAP entsprechende rechtliche Schritte vor.

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Pressekontakt


Tobias Hintersatz
Referent Abteilung Presse, Marketing | Öffentlichkeitsarbeit
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