Expertentag Zeitarbeit: BAP-Geschäftsführerin Julia Große-Wilde zur aktuellen Lage der Zeitarbeit

BAP-Geschäftsführerin Julia Große-Wilde spricht beim Expertentag Zeitarbeit in Frankfurt; Foto: BAP

Über 150 Fachleute aus der Personaldienstleistungsbranche nahmen am Expertentag Zeitarbeit in Frankfurt teil. Die Einschätzung zur aktuellen Lage in der Zeitarbeit aus Verbandssicht präsentierten BAP-Geschäftsführerin Julia Große-Wilde sowie iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz gestern im Frankfurter Hilton.

 

Herausforderung durch AÜG-Novellierung und Zukunftsthemen der Branche

Mit einem Rückblick auf die Situation der Jahre 2003/2004 rief Große-Wilde den Gästen in Erinnerung, wie umwälzend sich die Einführung der Flächentarifwerke auf die Branche ausgewirkt hat, ebenso wie die Einführung der sogenannten Hartz-Reformen. Eine ähnlich große Herausforderung ergebe sich derzeit bei der Umsetzung der neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen durch das geänderte Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG). Es sei ungewiss, wie sich „Equal Pay und Höchstüberlassungsdauer insgesamt auf die Stabilität der Beschäftigungsverhältnisse in unserer Branche auswirken“, so Große-Wilde.

Mit Blick in die Zukunft führte Julia Große-Wilde zwei Themen an, mit denen sich die Branche und der Verband intensiv beschäftigen: Der demographische Wandel mit einhergehendem Fachkräftemangel und die Digitalisierung. „Es ist kein Geheimnis, dass sich der Arbeitsmarkt in den letzten Jahren von einem Arbeitgebermarkt hin zu einem Bewerbermarkt entwickelt hat“, erklärte die BAP-Geschäftsführerin. Für Personaldienstleistungsunternehmen sei es daher das A und O, die Rekrutierungsprozesse zu optimieren. Da zu dem Personalengpass der technische Wandel und die Besonderheiten der Generationen Y und Z hinzukommen, gibt der BAP seinen Mitgliedsunternehmen Hilfestellung und Orientierung. Im Rahmen eines eigenen Verbandsbereiches Personalvermittlung hat er unter dem Stichwort „Recruiting Tomorrow“ breit angelegte Aktivitäten initiiert. Mit Ihren Schlussworten richtete sich Julia Große-Wilde ermutigend an die Vertreter der Branche: „Unsere Dienstleistung ist in der modernen Wirtschaft unverzichtbar. Und unsere Branche ist flexibel genug, um auch bei geänderten Rahmenbedingungen erfolgreich zu agieren!“.

AÜG-Novellierung und Impuls-Vorträge

In den weiteren Vorträgen der Veranstaltung erläuterte unter anderem Rechtsanwalt Dr. Adrian Hurst die AÜG-Novellierung sowie die Datenschutzgrundverordnung mit Blick auf die Zeitarbeitsunternehmen. Für überraschende Impulse sorgte Antje Heimsoeth mit ihrem Vortrag „Was wir von Spitzensportlern lernen können“ sowie weitere Referenten, die sich mit verschiedenen Themen rund ums Recruiting beschäftigten.

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