Expertentag Zeitarbeit 2017

Arbeitswelt im Wandel: Personaldienstleister müssen neue Wege gehen

Julia Große-Wilde, Geschäftsführerin des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP), war als Keynote-Sprecherin auf dem diesjährigen "Expertentag Zeitarbeit 2017" vertreten.

Julia Große-Wilde, Geschäftsführerin des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP), war als Keynote-Sprecherin auf dem diesjährigen "Expertentag Zeitarbeit 2017" vertreten.

Unter dem Motto „Das Jahr der Herausforderungen“ fand der diesjährige „Expertentag Zeitarbeit 2017“ im Kölner Radisson Blu Hotel statt. Auf Einladung der Truchseß & Brandl Vertriebsberatung oHG trafen sich rund 150 Geschäftsführer und Führungskräfte der Branche zum Austausch. Julia Große-Wilde, Geschäftsführerin des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP), sprach im Rahmen ihrer Keynote über die künftigen Herausforderungen für die Personaldienstleister, die die Digitalisierung sowie der demografische Wandel und der damit einhergehende Fachkräftemangel mit sich bringen werden.

Gerade im Hinblick auf die Folgen der Digitalisierung gehen die Einschätzungen weit auseinander. Für die Zeitarbeit stelle sich der BAP-Geschäftsführerin zufolge speziell die Frage, ob insbesondere Arbeitsplätze im geringqualifizierten Bereich wegfallen werden, in dem rund die Hälfte der Zeitarbeitskräfte eingesetzt wird. „Wird es den klassischen Helfer in fünf, zehn oder fünfzehn Jahren noch geben? Oder werden wir stattdessen für diesen und andere Bereiche in ein paar Jahren Roboter ‚verleihen‘?“, fragte Große-Wilde.

Einigkeit herrsche dagegen angesichts des Fachkräftemangels darüber, dass das Thema Recruiting eine zunehmend wichtigere Rolle spielen werde. Im Hinblick auf die Gewinnung neuer Mitarbeiter „ist die Bedeutung der sozialen Medien bereits enorm gestiegen und hat dabei die gesamte Job- wie Bewerber-Suche grundlegend verändert“, erklärte die BAP-Geschäftsführerin. Außerdem müsse sich die Branche auch auf die Personalisierung bei der Ansprache von Kandidaten einstellen. Doch Verbesserungen beim Recruiting allein seien wohl nicht ausreichend, so Große-Wilde. Die Personaldienstleister müssten beispielsweise auch bei der Aus- und Weiterbildung neue Wege gehen. „Unsere Branche muss sich nicht nur wegen der neuen Einschränkungen, sondern auch angesichts der Digitalisierung und des demografischen Wandels breiter aufstellen“, fasste die BAP-Geschäftsführerin zusammen.

In ihrem Vortrag ging Große-Wilde ebenfalls kurz auf die ab April geltenden Gesetzesänderungen in der Zeitarbeit ein: „Diese werden es der Branche mit Sicherheit nicht einfacher machen. Da die Branche nicht nur ein wichtiges Flexibilitätsinstrument ist, sondern sich höchst flexibel auf alle veränderten Gesetzeslagen und Rahmenbedingungen einstellen konnte, wird es der Zeitarbeit auch gelingen, die AÜG-Änderungen in der Praxis sicher umzusetzen“. 

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Doris Droste
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