Typische Frauen- und Männerberufe gibt es auch weiterhin

Männer als Pfleger, Frauen als Techniker? Einer aktuellen Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) zufolge, von der heute auch verschiedene Medien berichten, gibt es diese Kombination auf dem Arbeitsmarkt nicht wirklich häufig. Denn in der Berufswelt haben sich die Frauen- und Männerdomänen kaum verändert. „Bisher haben sich die Berufswahl- und Rekrutierungsprozesse von Frauen und Männern […] als sehr beharrlich gegenüber strukturellen Veränderungen im Arbeitsmarkt erwiesen“, schreibt das IAB in seinem Bericht. Weiter heißt es: „Die Berufsbereiche Pflege, Erziehung, Reinigung und einfache Bürotätigkeiten sind Frauendomänen, technische und verarbeitende Berufe sind Männerdomänen.“

Die Online-Ausgabe der „Berliner Morgenpost“ hat sich ebenfalls mit der  IAB-Untersuchung befasst: „Rund 60 Prozent aller in Westdeutschland beschäftigten Frauen arbeiten demnach in Frauenberufen, Männer sogar zu zwei Dritteln in Männerberufen“, schreibt die Zeitung zusammenfassend. Der Anteil der Frauen in solch „typischen“ Frauenberufen sei seit Mitte der 70er Jahre nur um ca. vier Prozentpunkte nach unten gegangen, der Anteil der Männer in „typischen“ Männerberufen dagegen immerhin um ca. acht Prozentpunkte. „Männer- und Frauenberufe sind laut Definition der IAB-Arbeitsmarktforscherinnen Berufe mit einem Männer- bzw. Frauenanteil von mindestens 70 Prozent“, fügt die Berliner Morgenpost noch erklärend hinzu.

Das IAB selbst stellt auf der institutseigenen Homepage klar, dass das Forschungsergebnis über einen langen Zeitraum hinweg ermittelt wurde: Erfasst wurde nämlich die Zeitspanne der Jahre 1976 bis 2010 in Westdeutschland. Das „Ausmaß der beruflichen Trennung von abhängig beschäftigten Frauen und Männern“ (Segregation) sei dort in all dieser Zeit „sehr hoch“ gewesen, so das IAB. Gesunken sei dieser Wert kaum. Zwar sei den Forscherinnen durchaus ein Rückgang der beruflichen Segregation aufgefallen – dies habe jedoch in erster Linie mit Veränderungen in Berufsstrukturen zu tun gehabt, eine stärkere Mischung von Frauen und Männern innerhalb der Berufe habe es dagegen „nur zu einem geringen Teil“ gegeben. Allerdings hält das Institut noch einen weiteren wichtigen Aspekt der Arbeitswelt fest: Vor allem im Dienstleistungsbereich sowie in den „hoch qualifizierten und akademischen Berufen“ sei der Beschäftigungsanteil der Frauen nach oben gegangen.

Wichtiger Hinweis:
Die Weitergabe der persönlichen LogIn-Daten an Dritte ist untersagt. Bei Zuwiderhandlung behält sich der BAP entsprechende rechtliche Schritte vor.

Artikel teilen:

zurück

Willkommen in unserem Social Media Room

Wir sind für Sie auch auf den Social Media Kanälen unterwegs, damit Sie schnell und bestens über unsere Themen informiert sind.

Ob Twitter, YouTube oder Xing – unsere Social Media Profile bieten ausreichend Raum, um Themen zu vertiefen, sich auszutauschen, für Informationen, tagesaktuelle Reaktionen und Inspiration. Wir wünschen Ihnen anregende Unterhaltung und freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!

Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

E-Mail schreiben

XING

Folgen Sie unserem Xing-Profil: Dort informieren wir über unsere Veranstaltungen, Seminare und das Neueste aus der Verbandsarbeit der Personaldienstleister.

Zum XING Profil