„Dialog vor Ort“ in Köln: Flexibilität macht Unternehmen wetterfest

Die deutsche Wirtschaft ist vergleichsweise gut durch die Finanz- und Wirtschaftskrise gekommen. Und auch die aufziehende Konjunktureintrübung wird gut beherrscht werden, wenn Instrumente zur Verfügung stehen, die die Flexibilität der Betriebe erhöhen. Ein Instrument, das sich seit Jahrzehnten bewährt, ist die Zeitarbeit. Welchen Beitrag die Branche nicht nur in Krisenzeiten leisten kann und muss, um verkrustete Strukturen in der Personalarbeit aufzubrechen, war Thema auf dem „Dialog vor Ort“, zu dem der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) am 30. September in die Wolkenburg in Köln eingeladen hatte.

v.l.n.r.: Barbara Sommerhoff, Dr. Katja Werpers, ThyssenKrupp Steel Europe, Michael Rieder, Agentur für Arbeit München/Arbeitgeberservice, Sebastian Lazay, BAP-Vizepräsident und Geschäftsführer der Extra-Personalservice GmbH, Thomas Sattelberger; Foto: Christian Ritter

Personalarbeit bedeutet auch solides Verwalten. Aber vor allem und in erster Linie ist das HR-Ressort gefordert, strategisch zu denken und vorausschauend zu planen. Das machte Deutschlands renommiertester Personaler, Thomas Sattelberger, in einem faktenreichen Vortrag deutlich. Und er benannte die Felder, auf denen Personalarbeit wertschöpfend für ein Unternehmen sein muss. Dazu gehört, neue Quellen für das Rekruitment von Mitarbeitern zu erschließen, ein betriebliches Gesundheitsmanagement zu etablieren, das mehr ist als weiße Salbe, und nicht zuletzt die Folgen zunehmender Digitalisierung unserer Lebens- und Arbeitswelt für die Aus- und Weiterbildung zu analysieren und in der Personalentwicklung umzusetzen.

In der anschließenden lebhaften Diskussion verdeutlichte Dr. Katja Werpers, ThyssenKrupp Steel Europe, die Möglichkeiten strategischer Personalarbeit in einem internationalen Konzern. Offensive, vorausschauende Planung und das Aufbrechen verkrusteter Strukturen seien unabdingbar. Auch wenn nicht jeder im Unternehmen – und in der Personalabteilung – auf Anhieb davon angetan sei.

Kleine und mittelständische Betriebe können sich oftmals keine eigenständige Personalabteilung leisten. Hier besteht ein Feld für externe Personaldienstleister. „Wer, wenn nicht wir verfügen über die Kompetenz, auch in schwierigen Zeiten Personal zu rekrutieren“, so Sebastian Lazay, Vizepräsident des BAP und Geschäftsführer der Extra-Personalservice GmbH. Und lebt das in seinem Unternehmen selbst vor, denn er hat sich unter anderem auf Pflegekräfte spezialisiert, die zu den Mangelberufen zählen. Trotzdem liegt die Betriebszugehörigkeit seiner Mitarbeiter liegt deutlich über dem Branchendurchschnitt. „Wir bieten unseren Mitarbeitern exzellente Arbeitsbedingungen und kontinuierliche Weiterbildung, und wir gehen auf ihre individuellen Wünsche, was die Gestaltung der Arbeitszeiten und weiterer Rahmenbedingungen angeht, flexibel ein“, erklärte Lazay.

Eine Haltung als Arbeitgeber, die auch von anderen Branchen zunehmend erwartet wird. „Wer gut qualifiziert ist, kann sich seinen Arbeitgeber aussuchen“, bestätigte auch Michael Rieder von der Agentur für Arbeit in München. Er berät Arbeitgeber, denen er immer wieder erklären muss, dass nicht nur der potentielle Mitarbeiter sich bewirbt, sondern auch das Unternehmen sich als guter Arbeitgeber glaubwürdig darstellen muss. Denn Arbeitsbedingungen und Unternehmenskultur  sprechen sich schnell herum auf den zahlreichen Portalen im Internet.

Die BAP-Veranstaltungsreihe „Dialog vor Ort“ geht weiter: Die nächsten Stationen sind Frankfurt/Main und Dresden.

Über den BAP:
Der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister e. V. (BAP) ist die führende Interessenvertretung der Zeitarbeitsbranche in Deutschland. Im BAP sind ca. 2.000 Mitglieder mit über 4.800 Personaldienstleistungsbetrieben organisiert. Informationen zum Verband finden Sie unter www.personaldienstleister.de.

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Doris Droste
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