„Dialog vor Ort“ in Hamburg: Aufgabenfeld der Personaler anspruchsvoll wie nie

Personalarbeit ist die Basis für den Unternehmenserfolg. Was „wertschöpfende Personalarbeit“ bedeutet und wie sie gelingt, war Thema beim „Dialog vor Ort“, zu dem der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) am 27. Mai in die Hamburger Elbarkaden eingeladen hatte. Mehr als 130 Unternehmer und Personalverantwortliche erlebten einen faktenreichen und temperamentvoll präsentierten Vortrag über innovative Personalarbeit.

"Dialog vor Ort", Hamburg, 27. Mai 2014. Oben: Podiumsteilnehmer diksutieren über die Thesen des Personalexperten Thomas Sattelberger. Unten: Referent Thomas Sattelberger beim Vortrag. Fotos: Michael Zapf

Personalarbeit in Deutschland muss sich ändern und einen höheren Stellenwert erhalten, eröffnete Thomas Sattelberger den Anwesenden der BAP-Veranstaltung „Dialog vor Ort“ unverblümt. Stattdessen hätten viele Unternehmen den Personalbereich in andere Ressorts wie Finanzen oder Entwicklung eingegliedert. Dabei könne „HR“ als eigenständiger Bereich erheblich zum Unternehmenserfolg beitragen. Doch dazu müsse aber auch bei den Personalern selbst eine andere Führungskultur Einzug halten: „Früher hatten wir Führungskräfte, heute haben wir Manager“, kritisierte der ehemalige Personalvorstand von Telekom, Lufthansa und Continental. Und von denen sähen zu viele ihre Hauptaufgabe darin zu gewährleisten, dass eine Organisation funktioniert.

Dabei ist das Aufgabenfeld der Personaler facettenreich und anspruchsvoll wie nie. Veränderungsprozesse in Unternehmen zu steuern, die Loyalität der Mitarbeiter an das Unternehmen zu festigen, Talente zu fördern und die Leistungsfähigkeit der älteren Mitarbeiter zu erhalten, sind die Kernaufgaben einer wertschöpfenden Personalarbeit. Dazu gehört auch Menschen ein Leitbild zu geben, sie bei der Gestaltung ihrer beruflichen Laufbahn zu unterstützen, ihre Talente zu erkennen und zu fördern und sie im besten Wortsinn zu führen, betonte Sattelberger. Talente fördern, Stereotype meiden und die Vielfalt einer Belegschaft kreativ nutzen: So lauteten einige der Lösungsvorschläge, die der renommierte Personalexperte Thomas Sattelberger den Gästen empfahl.

Genau dies, so das Ergebnis der anschließenden Podiumsdiskussion, seien Leistungsschwerpunkte der Zeitarbeit. „Externe Personaldienstleister liefern ihren Kunden längst mehr als auf Knopfdruck eine gewünschte Anzahl von Fachkräften“, erklärte BAP-Vizepräsident Sebastian Lazay. Gerade für kleine und mittelständische Betriebe, die sich keine Personalabteilung leisten können, übernähmen Personaldienstleister die Funktion der strategischen Personalplanung. Dass Zeitarbeit überdies in unternehmerisch schwierigen Zeiten eine stabilisierende Funktion übernehmen kann, erläuterte der Personalleiter der HanseMerkur Versicherungsgruppe Jürgen Strahl. Als vor einigen Jahren die Existenzberechtigung privater Krankenversicherer seitens der Politik infrage gestellt worden war, kooperierte er mit externen Personaldienstleistern. Der Betriebsrat stimmte zu, dass dies ein vernünftiger Weg sei, um die schwierige Phase zu überwinden. Eine korrekte Einschätzung, wie die Entwicklung des Unternehmens seither zeigt: Wachstum im knapp zweistelligen Bereich im abgelaufenen Geschäftsjahr und ein Anstieg der Mitarbeiterzahlen.

Die BAP-Veranstaltungsreihe „Dialog vor Ort“ geht weiter: Die nächsten Stationen sind Stuttgart, Nürnberg, Hannover, Berlin, Köln, Frankfurt am Main und Dresden.

Über den BAP:

Der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) ist die führende Interessenvertretung der Zeitarbeitsbranche in Deutschland. Im BAP sind ca. 2.000 Mitglieder mit über 4.800 Personaldienstleistungsbetrieben organisiert. Informationen zum Verband finden Sie unter www.personaldienstleister.de.

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Doris Droste
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