„Dialog vor Ort“ in Berlin: Personaldienstleister nutzen die Chance des demografischen Wandels

Alternde Belegschaften, Fachkräftemangel, starres Ausbildungssystem: Es gibt einige Faktoren, die es Arbeitgebern derzeit schwer machen, qualifiziertes Personal zu finden. Und es gibt eine Branche, die prädestiniert ist, mit diesen schwierigen Gegebenheiten konstruktiv umzugehen: Die Personaldienstleister. Wie sie und die deutsche Wirtschaft auf die Herausforderungen des demografischen Wandels reagieren, war Thema des „Dialog vor Ort“, zu dem der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) am 24. September in die Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin eingeladen hatte.

v.l.n.r.: Thomas Sattelberger, Sebastian Lazay, BAP-Vizepräsident und Geschäftsführer der Extra-Personalservice GmbH, Christa Stienen, Head of HR International der Daiichi Sankyo Europe GmbH, Christian Werner, Vorstandsmitglied des Demographie Netzwerk (ddn) und Executive Director Human Resources der Scope Corporation AG, Barbara Sommerhoff; Foto: David Heerde

Die Fakten sind lange bekannt: 2005 gab es in Deutschland noch 740.000 Ausbildungsplatzbewerber. Heute sind es nur noch 560.000. Diese Zahl wird in den kommenden Jahren nicht steigen. Trotzdem haben Menschen mit Migrationshintergrund signifikant schlechtere Chancen, einen Ausbildungsplatz zu erhalten. Und wer aus dem sogenannten bildungsfernen Milieu stammt, hat nach wie vor wenig Möglichkeiten, ein Studium zu absolvieren.

Dies sind nur drei Schlaglichter auf Entwicklungen im Land, auf die Thomas Sattelberger in seinem Impulsvortrag hinwies. Die kann man beklagen - oder bekämpfen. Das Demographie Netzwerk (ddn) unterstützt seit einigen Jahren Unternehmen dabei, die Folgen des demografischen Wandels abzufedern. ddn-Vorstandsmitglied Christian Werner erläuterte anlässlich des „Dialog vor Ort“ anschaulich, wie dies geschieht.

Mitarbeiterentwicklung ist ein entscheidendes Stichwort. Denn gezielte Förderung und Weiterbildung sind probate Mittel, um engagierte Fachkräfte im Unternehmen zu halten. Dies bestätigte Christa Stienen von Daiichy Sanchyo, einem japanischen Pharmahersteller mit Niederlassungen in der ganzen Welt. Japanische Mitarbeiter haben eine starke Bindung an ihr Unternehmen, so Stienen. In anderen Ländern sei die Bereitschaft, den Arbeitgeber zu wechseln, ausgeprägter. Was immer die Gründe sind: Gerade in Zeiten, in denen Fachkräfte rar werden, muss der Arbeitgeber ein Interesse daran haben, hochqualifiziertes Personal zu halten.

Wie das gelingt, beschrieb Sebastian Lazay, Vizepräsident des BAP und Geschäftsführer der Extra-Personalservice GmbH. Seit 30 Jahren besteht das Unternehmen erfolgreich am Markt. Nicht zuletzt, weil es sich einen Namen als attraktiver Arbeitgeber erworben hat. Flexible Arbeitszeit-Modelle, umfassende Aus- und Weiterbildungsangebote und die Chance der Mitarbeiter, ihre individuellen Vorstellungen von Arbeit zu realisieren, sind einige der Gründe dafür, dass die Zugehörigkeit zum Zeitarbeitsunternehmen überdurchschnittlich lang ist.

Nicht nur für die Flexibilität der Kunden zu sorgen, sondern als Zeitarbeitsunternehmen selbst flexibel und innovativ in Sachen Personalarbeit zu sein: Das ist für Lazay denn auch die Richtung, in die sich seine Branche entwickeln wird.

Die BAP-Veranstaltungsreihe „Dialog vor Ort“ geht weiter: Die nächsten Stationen sind Köln, Frankfurt/Main und Dresden.

Über den BAP:
Der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister e. V. (BAP) ist die führende Interessenvertretung der Zeitarbeitsbranche in Deutschland. Im BAP sind ca. 2.000 Mitglieder mit über 4.800 Personaldienstleistungsbetrieben organisiert. Informationen zum Verband finden Sie unter www.personaldienstleister.de.

Wichtiger Hinweis:
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Doris Droste
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