Im Osten arbeiten mehr Frauen als im Westen

Die Beschäftigungsquote von Frauen in Ostdeutschland ist noch immer höher als im Westen – zu diesem Ergebnis kommt eine am gestrigen Mittwoch veröffentlichte Studie der Bertelsmann-Stiftung. Zwischen 2006 und 2012 ist die Differenz zwischen beiden Teilen Deutschlands gestiegen. Die Erwerbsquote von Frauen in Ost und West nimmt insgesamt eine positive Entwicklung.

Im Rahmen der Studie wurden Zahlen der Jahre 2006 und 2012 miteinander verglichen: In Westdeutschland stieg die Quote von 45,8 auf 50,9 Prozent an. Im Osten kletterte der Wert von 50,9 Prozent auf 57,9 – die Differenz zwischen Ost und West ist demnach von 5,1 Prozentpunkten (2006) auf 7 Prozentpunkten (2012) angestiegen. Bundesweit ist die Beschäftigungsquote der Frauen 51,8 Prozent geringer als die der Männer (59,2 Prozent).

„In Westdeutschland steigen die Frauen aus, wenn sie ein Kind bekommen. Das kommt für Frauen in den neuen Bundesländern nicht in Frage“, so Barbara Riedmüller, Professorin an der Freien Universität Berlin. Diese kulturelle Differenz werde sich noch lange halten und dafür sorgen, dass es unterschiedliche Frauen-Erwerbsquoten auf dem bundesweiten Arbeitsmarkt gibt, erklärt die Expertin für Sozial- und Arbeitsmarktfragen gegenüber der „Wirtschaftswoche“. In der Politik hätten Frauen längst mächtig aufgeholt, für die Arbeitswelt gelte dies jedoch noch nicht, so die Wissenschaftlerin: „Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss für Frauen deshalb auch im Westen weiter vorangetrieben werden“.

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Gesa Kok
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