Bundestagswahl 2013: Diskussion über Arbeitsmarkt und Zeitarbeit im Wahlkreis Schwäbisch Hall – Hohenlohe

Der regionale Arbeitsmarkt und die Rolle der Zeitarbeit standen im Fokus der vom BAP organisierten Diskussionsrunde. Mit dabei waren Politiker und Bundestagskandidaten des Wahlkreises, ein Vertreter der Agentur für Arbeit sowie der BAP-Vizepräsident Wilhelm Oberste-Beulmann

05. September 2013, BAP-Diskussionsveranstaltung in Ilshofen zum Thema Arbeitsmarkt und Zeitarbeit in der Region. Podiumsdiskussion mit (v.l.n.r.): Markus Nitsch (Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauber-Bischofsheim, Wilfried Kraft (Bündnis 90/Die Grünen), Annette Sawade, MdB (SPD), Moderator Jo Fechner, Christian Freiherr von Stetten, MdB (CDU), Stephen Brauer (FDP) und Wilhelm Oberste-Beulmann (Vizepräsident des BAP). Foto: Imke Heseding

„Zwischen Sicherheit und Flexibilität – der Arbeitsmarkt im Wahlkreis Schwäbisch Hall – Hohenlohe“ war das Thema der Veranstaltung, zu der am 5. September der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) eingeladen hatte. Im Fokus der Podiumsdiskussion standen der Arbeitsmarkt in der Region sowie die Rolle der Zeitarbeit. Bei der sechsten Veranstaltung dieser Reihe diskutierten auf dem Podium die Bundestagskandidaten des Wahlkreises Christian Freiherr von Stetten, MdB (CDU), Annette Sawade, MdB (SPD), Stephen Brauer (FDP) und Wilfried Kraft (Grüne) vom Gemeinderat der Stadt Crailsheim. Mit dabei waren auch Markus Nitsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim sowie Wilhelm Oberste-Beulmann, Vizepräsident des BAP. Julia Große-Wilde, BAP-Geschäftsführerin, begrüßte die Podiumsteilnehmer und Gäste.

Arbeitsmarktexperte Prof. Dr. Lutz Bellmann vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) hielt das Impulsreferat zum Thema. Er stellte fest, dass sich die Beschäftigungsbedingungen in der Zeitarbeitsbranche in den vergangenen Jahren verbessert hätten – unter anderem durch Tarifabschlüsse oder die Einführung der Branchenzuschläge.

Diskussion über die Zeitarbeit

Zum Auftakt der Diskussion stellte Annette Sawade fest, dass Zeitarbeit ein gutes Mittel sei, um auf dem Arbeitsmarkt „einen Fuß in die Tür zu bekommen“. Das Instrument sollte jedoch ihrer Meinung nach auf den Einstieg und die Nutzung für Auftragsspitzen beschränkt bleiben. Christian Freiherr von Stetten merkte an, dass Zeitarbeit in hohem Maße Menschen aus der Arbeitslosigkeit hole – zwei Drittel aller Zeitarbeitnehmer seien vorher ohne Job gewesen. Außerdem würde die Branche den Unternehmen der Region – vor allem der Automobilindustrie –nötige Flexibilität geben. Bestätigt wurde dies von Wilhelm Oberste-Beulmann. Er betonte, dass durch Zeitarbeit viele Langzeitarbeitslose beruflich eine Chance bekämen, von ihrem Zeitarbeitsunternehmen qualifiziert und oft sogar von Kundenunternehmen übernommen würden. Die Zeitarbeitnehmer seiner START Zeit NRW GmbH seien im Übrigen zu 95 Prozent unbefristet angestellt. „Sie sind mit ihrem Arbeitsverhältnis rechtlich jeder anderen regulären Beschäftigungsform in Deutschland gleichgestellt und unterliegen damit vollständig dem allgemeinen deutschen Arbeitsrecht. Dazu gehören Leistungen, wie Renten-, Kranken-, Arbeitslosen-, Pflege- und Unfallversicherung, bezahlter Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und u.a. auch der gesetzliche Kündigungsschutz.“ Wilfried Kraft war der Meinung, dass die erbrachte Flexibilität von Zeitarbeitnehmern zusätzlich entlohnt werden sollte.

Herausforderungen in der Region

Einigkeit herrschte bei den Diskussionsteilnehmern darüber, dass in der Region der Fachkräftemangel die größte Herausforderung auf dem Arbeitsmarkt sei. Geeignetes Personal zu finden, sei eine zentrale Aufgabe, stellte Christian Freiherr von Stetten fest. Zeitarbeit könne dabei einen wirksamen Beitrag leisten. Stephen Brauer sagte, dass Unternehmen inzwischen auch Probleme hätten, geringqualifizierte Mitarbeiter zu finden, da diese in der Regel weniger mobil seien. Für Markus Nitsch spielte nicht nur der Zuzug von qualifizierten Mitarbeitern in die Region eine entscheidende Rolle, sondern auch die Qualifizierung. Das Thema Ausbildung müsse von allen Seiten gemeinsam geschultert werden. Gut sei jedoch, dass Jugendliche mit Hauptschulabschluss mittlerweile in der Region auch eine Chance auf eine Ausbildung hätten. Annette Sawade betonte, dass man vor Ort vor allem die Infrastruktur attraktiver gestalten müsse, um die Region für Fachkräfte attraktiver werden zu lassen.

Die Veranstaltung im Flair Park-Hotel Ilshofen fand im Rahmen der Branchenkampagne „Die Zeitarbeit: Einstieg. Aufstieg. Wachstum.“ statt. Zuvor wurde bereits in den Wahlkreisen Harburg, Erlangen, Odenwald, Görlitz und Olpe debattiert. Weitere Diskussionen finden in der kommenden Woche noch in Hildesheim und Bayreuth statt.

Über „Die Zeitarbeit: Einstieg. Aufstieg. Wachstum.“

2011 hat der BAP die Branchenkampagne „Die Zeitarbeit: Einstieg. Aufstieg. Wachstum.“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, über Leistungen und Potenziale der Zeitarbeit zu informieren. Mehr Informationen zur Kampagne sind zu finden unter: www.einstieg-aufstieg-wachstum.de.

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Tobias Hintersatz
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