Bundestagswahl 2013: BAP organisiert Podiumsdiskussionen mit Direktkandidaten

Auftaktveranstaltung im Landkreis Harburg mit Vertretern von CDU, FDP, SPD und Bündnis 90/Die Grünen zum Thema Arbeitsmarkt, Region und Zeitarbeit

 

15. Juli 2013, BAP-Diskussionsveranstaltung in Seevetal zum Thema Arbeitsmarkt im Landkreis Harburg. Po-diumsdiskussion mit (v.l.n.r.): Joachim Bartels (Bündnis90/Die Grünen), Svenja Stadler (SPD), Moderator Jo Fechner, Nicole Bracht-Bendt MdB (FDP), Michael Grosse-Brömer MdB (CDU) und BAP-Vizepräsident Sebastian Lazay. Foto: Julia Löwe

Im Rahmen der Bundestagswahl 2013 organisiert der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) in Wahlkreisen – quer durch ganz Deutschland - Podiumsdiskussionen zum Thema Arbeitsmarkt. Im Fokus der Auftaktveranstaltung am 15. Juli in Seevetal im Landkreis Harburg bei Hamburg stand das Thema Zeitarbeit. Es diskutierten Wahlkreis-Direktkandidaten von FDP, MdB Nicole Bracht-Bendt, von CDU, MdB Michael Grosse-Brömer, von SPD, Svenja Stadler, der Kreisgeschäftsführer von Bündnis 90/Die Grünen im Landkreis Harburg, Joachim Bartels, sowie BAP-Vizepräsident und Geschäftsführer von der Extra-Personal Service GmbH Sebastian Lazay unter der Moderation von Jo Fechner.

Prof. Dr. Ricarda B. Bouncken von der Universität Bayreuth hielt das Impulsreferat zum Thema: „Die Bedeutung flexibler Arbeitsmarktinstrumente für die deutsche Wirtschaft“. Flexibilität sei das häufigste Motiv bei Unternehmen, wenn es um die Nutzung von Zeitarbeit ginge, so die Wissenschaftlerin.

Regionaler Arbeitsmarkt

Probleme sahen die Diskutanten in der Tatsache, dass viele Bewohner des Landkreises Harburg zur Arbeit nach Hamburg pendeln und dort auch ihr Geld ausgeben würden. 70.000 Menschen führen täglich aus dem gesamten Umland nach Hamburg. Joachim Bartels betonte, dass es große Probleme mit dem Kaufkraftabfluss nach Hamburg gebe. Um dieses Problem zu lösen, müssten laut Michael Grosse-Brömer entscheidende Infrastrukturprojekte der Region angepackt werden. Dementsprechend müsste es auch eine nötige politische Unterstützung geben. Im Landkreis Harburg sind 0,6 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Zeitarbeitnehmer. Im deutschen Schnitt sind es 2,5 Prozent.

Thema Mindestlohn, Gleichberechtigung und Equal Pay

Die Vertreter von SPD und Bündnis 90/Die Grünen, Svenja Stadler und Joachim Bartels, sprachen sich grundsätzlich für einen Mindestlohn aus. Die FDP- und CDU-Bundestagsabgeordneten Bracht-Bendt und Grosse-Brömer sowie BAP-Vizepräsident Lazay waren dagegen der Meinung, dass man es den Tarifvertragsparteien überlassen sollte, entsprechende dem Markt angepasste Regelungen zu finden.

Svenja Stadler monierte auf dem deutschen Arbeitsmarkt grundsätzlich die ungleiche Bezahlung zwischen Männern und Frauen: „Ich finde es eine Unverschämtheit, dass Frauen für die gleiche Arbeit weniger Geld erhalten als Männer.“ In der Zeitarbeit forderte Stadler Equal Pay ab dem ersten Tag.

Michael Grosse-Brömer sagte, dass auf dem Arbeitsmarkt in den vergangenen Jahren viel erreicht wurde. „Manches läuft in Deutschland gut. Dieses soll man im Wahlkampf nicht schlecht reden“, so der CDU-Direktkandidat. „Es gibt 42 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Deutschland. Von den 1,2 Millionen Aufstockern arbeiten nur 300.000 in Vollzeit.“ Einen Mindestlohn habe die Regierungskoalition in vielen Branchen bereits eingeführt. Sebastian Lazay fügte hinzu, dass in der Zeitarbeit seit Jahren ein von den Tarifpartnern ausgehandelter Mindestlohn existiere:  „Wir sind ein gutes Beispiel dafür, wie Tarifautonomie funktioniert“, sagte BAP-Vizepräsident.

MdB Nicole Bracht-Bendt betonte, durch Zeitarbeit hätten viele Menschen, zum Beispiel Frauen nach längerer Babypause, erneut den Einstieg in den Arbeitsmarkt geschafft.

Die Veranstaltung, zu der rund 100 Zuschauer in das Veranstaltungszentrum Burg Seevetal kamen, fand im Rahmen der BAP-Branchenkampagne „Die Zeitarbeit: Einstieg. Aufstieg. Wachstum“ statt.

Fazit: Nach wie vor existieren bei Politikern unterschiedliche Meinungen und Urteile über die Situation am deutschen und europäischen Arbeitsmarkt.

Weitere regionale Diskussionsveranstaltungen im Rahmen der Bundestagswahl zu arbeits-marktpolitischen Themen finden in den kommenden Wochen in Erlangen, Dieburg (Odenwald) und in Görlitz statt. Geplant sind außerdem Gesprächsrunden in Olpe, Freiburg, Schwäbisch Hall, Hildesheim und Bayreuth.

Über den BAP:

Der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) ist die führende Interessenvertretung der Zeitarbeitsbranche in Deutschland mit mehr als 4.800 Personaldienstleistungsunternehmen. Nähere Informationen zum Verband finden Sie unter www.personaldienstleister.de.

Über „Die Zeitarbeit: Einstieg. Aufstieg. Wachstum.“

2011 hat der BAP die Branchenkampagne „Die Zeitarbeit: Einstieg. Aufstieg. Wachstum.“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, über Leistungen und Potenziale der Zeitarbeit zu informieren. Mehr Informationen zur Kampagne sind zu finden unter: www.einstieg-aufstieg-wachstum.de.

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Doris Droste
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