„Bewusste Skandalisierung“

BAP-Hauptgeschäftsführer Thomas Hetz zu Zahlen über die Nachhaltigkeit von Beschäftigungsverhältnissen in der Zeitarbeit:

In den Medien ist über Zahlen zur Nachhaltigkeit von Beschäftigungsverhältnissen in der Zeitarbeit berichtet worden, die auf eine verkürzte Wiedergabe von Daten der Bundesregierung durch die Bundestagsabgeordnete Brigitte Pothmer (Bündnis 90/Die Grünen) zurückgehen. Dazu erklärt Thomas Hetz, Hauptgeschäftsführer des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP):

„Frau Pothmer hat sich – natürlich, möchte ich fast sagen – einmal mehr die Zahlen herausgesucht, bei denen die Zeitarbeit schlecht aussehen soll. Dabei ist es doch schon ein Erfolg, wenn bei den Langzeitarbeitslosen mehr als 46 Prozent auch nach einem Jahr noch immer sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind. Bei den kurzfristigeren Arbeitslosen sind es sogar fast zwei Drittel, die nach einem Jahr noch immer in Lohn und Brot stehen.

Aufschlussreicher werden diese Zahlen sowieso erst, wenn die Zeitarbeit mit dem Gesamtarbeitsmarkt verglichen wird. Dafür liegen von Seiten der Bundesagentur für Arbeit Daten für das Jahr 2011 vor. Demnach waren auf dem Gesamtarbeitsmarkt nach einem Jahr etwas mehr als 68 Prozent der vorher Arbeitsuchenden sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Die Zeitarbeit weist mit 61,3 Prozent nur eine geringfügig niedrigere Quote auf. Und wenn man sich anschaut, dass zwischen September 2013 und August 2014 nach Angaben der Bundesregierung gerade einmal 82.000 Menschen durch die Bundesagentur für Arbeit in die Zeitarbeit vermittelt wurden, ist es eine bewusste Skandalisierung, die Frau Pothmer mit ihren Zahlenspielen herbeizuführen versucht!“

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Doris Droste
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