BAP informiert Mitarbeiter des Berliner Jobcenters über Zeitarbeit

Jörg Hoffmann, Regionalsprecher Ost des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP). Foto: Jobcenter-Spandau

Was ist Zeitarbeit? Wie viele Zeitarbeitnehmer gibt es in Deutschland? Und werden diese angemessen entlohnt? Diese und andere Fragen standen im Mittelpunkt des gestrigen Vortrags von Jörg Hoffmann, Regionalsprecher Ost des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP). Rund 30 Arbeitsvermittler des Jobcenters Berlin-Spandau nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen in der Branche und die praktische Anwendung von Zeitarbeit zu informieren.

Die Vertreter des Jobcenters erhielten grundsätzliche Informationen über die Arbeit des BAP, der ein großes Themenspektrum an Personaldienstleistungen vertritt. Hoffmann räumte dabei mit Vorurteilen auf, die längst nicht mehr der Realität entsprechen: So stehen Zeitarbeitnehmer in einem regulären Arbeitsverhältnis und werden zu fast 100 Prozent auf Basis von Tarifverträgen entlohnt, die die Branche mit den Sozialpartnern abgeschlossen hat. Nach einer Einarbeitungszeit erhalten Zeitarbeitnehmer zudem einen Zuschlag auf ihr Entgelt, womit schrittweise Lohndifferenzen zwischen Zeitarbeitskräften und Stammbelegschaften in den wichtigsten Einsatzbranchen geschlossen und beide nahezu gleich entlohnt werden. „Daher wollen Zeitarbeitnehmer nicht in jedem Fall in ein Kundenunternehmen wechseln“, machte Hoffmann deutlich. Dies sei nicht zuletzt einer angemessenen Vergütung geschuldet, die oft sogar höher liegt als der für die Branche vereinbarte Mindestlohn. Zeitarbeit biete zudem den Vorteil auf einen flexiblen Berufseinstieg, etwa für Geringqualifizierte, die von Weiterbildungsangeboten in der Branche profitieren können, erklärte der BAP-Regionalsprecher.

Darüber hinaus waren auch die Gesetzesänderungen und die damit verbundenen Herausforderungen für die Branche Thema des Vortrags. Dem Wunsch der Politik folgend, sollen auch Geflüchtete in ein Arbeitsverhältnis gebracht werden. Dies ist eines der aktuellen Themen, mit denen sich auch die Zeitarbeit auseinandersetzt. In diesem Zusammenhang bezeichnete Hoffmann die gleichzeitige Einführung von Equal Pay und einer Höchstüberlassungsdauer als „kontraproduktiv“. In Zeiten von Fachkräftemangel, Digitalisierung und demographischem Wandel sei die Branche schon heute gefordert, eigenes Personal zu qualifizieren, was durch den steigenden administrativen Aufwand erheblich erschwert wird, schilderte der BAP-Regionalsprecher. Der BAP hat bereits ein dreistufiges Qualifizierungsmodell initiiert, das Zeitarbeitnehmern ohne formale Ausbildung einen anerkannten Berufsabschluss ermöglicht.

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Doris Droste
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