Staat nimmt Steuern in Rekordhöhe ein

Der Staat hat im vergangenen Jahr so viele Steuern eingenommen wie nie zuvor. Bund und Länder verbuchten 2014 ein Aufkommen von gut 593 Milliarden Euro. Das waren 4,0 Prozent mehr als im Vorjahr, wie aus dem heute veröffentlichten Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. Die gute Beschäftigungslage und mehr Privatkonsum seien die Hauptursachen für die positive Entwicklung, schreibt das „Handelsblatt“. Aber auch höhere Unternehmensgewinne hätten in den Staatskassen Niederschlag gefunden.

Weiter heißt es im Bericht des Bundesfinanzministers, der Zuwachs im vergangenen Jahr sei etwas stärker ausgefallen, als von den Steuerschätzern im November für das Gesamtjahr vorhergesagt worden war. Gleichzeitig sei das Steuer-Rekordplus nicht überraschend gewesen. Bis auf wenige Ausnahmen seien seit Jahrzehnten die Steuereinnahmen von Jahr zu Jahr und damit von Rekord zu Rekord gestiegen.

Traditionell einnahmestärkster Monat war der Dezember, in dem Rekordeinnahmen von rund 81,48 Milliarden Euro verbucht wurden, so das „Handelsblatt“. Einkommensabhängige Steuerarten hätten das gute Gesamtergebnis dominiert. „Das Lohnsteueraufkommen stieg um gut sechs Prozent auf fast 168 Milliarden Euro. Die veranlagte Einkommensteuer lag bei 45,6 Milliarden Euro - fast 8 Prozent mehr als 2013“, erklärte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums. Das ließe auf eine weiter gute Ertragslage von Selbständigen, Einzelunternehmern und Personengesellschaften schließen. Die Einnahmen aus der von großen Unternehmen zu zahlenden Körperschaftsteuer seien 2014 gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent auf rund 20 Milliarden Euro geklettert. Ein positives Fazit wurde auch bei der Umsatzsteuer gezogen, sie stieg um 3,2 Prozent auf gut 203 Milliarden Euro.

Laut „Handelsblatt“ haben auch die Länder im vergangenen Jahr deutlich mehr Steuern im Zuge von Immobilienkäufen sowie Erb- und Schenkungsfällen eingenommen. Vor allem bei der Grunderwerbsteuer verbuchten die Länderkassen zum Jahresende nochmals einen kräfigen Zuwachs, wie aus dem Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. Danach kletterte das Aufkommen allein im Dezember um fast 29 Prozent und im gesamten Jahresverlauf um mehr als 11 Prozent auf insgesamt rund 9,4 Milliarden Euro.

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Doris Droste
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