BAP auf der CIETT Weltkonferenz vom 27. bis 29. Mai 2015 in Rom

Im Fokus: Internationale Migration von Arbeitskräften

Foto: BAP

"A triple win: mobility, inclusion and competitiveness" - so titulierte der  Weltverband der Zeitarbeit CIETT, dem der BAP als Mitglied angehört, seine jährliche Weltkonferenz, die dieses Jahr in Rom stattfand. Getragen von einer guten Resonanz von etwa 300 Teilnehmern, die aus verschiedenen Kontinenten angereist waren, bewiesen die Vorträge und Diskussionen, dass Personaldienstleistungen längst nicht mehr nur aus klassischer Zeitarbeit bestehen. Die Unternehmen bewegen sich wie die nationalen Mitgliedsverbände zunehmend Richtung Personalvermittlung, Recruiting, Headhunting, Pay-Roll-Services, Ausgliederung und Lieferketten in der Personalwirtschaft.

In seiner Eröffnungsrede äußerte der Vice President von CIETT, Hans Leentjes, seine Enttäuschung darüber, dass die Zeitarbeit immer noch als „non-standard work“, also als nicht übliche Form der Beschäftigung angesehen werde. Der Mehrwert, den die Personaldienstleistungsbranche für die gesamte Wirtschaft erbringe, sei klar umrissen:  Arbeit, soziale Sicherheit, Wohlstand und Anpassung zu ermöglichen. Thematisch stand während des Kongresses die internationale Migration von Arbeitskräften im Mittelpunkt. Die Internationale Arbeitsorganisation ILO in Genf hat zu diesem wichtigen Thema eine Initiative zu einer fairen Beschäftigung ins Leben gerufen, die sich an Unternehmen und Verbände richtet. Ziel ist es, in Entwicklungs- und Schwellenländern Arbeitgeber zu ermuntern, die dortigen Beschäftigten sozial abzusichern und die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Als Arbeitsmarktexperte aus Deutschland war Peter Hartz eingeladen. Er eröffnete den dritten Konferenztag mit seiner Rede zum Wert der deutschen Arbeitsmarktreformen zu Beginn der 2000er Jahre. Um das in anderen Ländern umzusetzen, seien drei Dinge erforderlich: politische Macht, Ressourcen und Ideen zur Problemlösung. Auf Frage des BAP zu den geplanten gesetzlichen Beschränkungen der Zeitarbeit in Deutschland erklärte er, dass er diese nicht hilfreich finde, weil die geplante gesetzliche Höchstüberlassungsdauer nach 18 Monaten Einsatz und der Gleichbezahlungsanspruch nach neun Monaten Beschäftigung den Unternehmen die nötige Flexibilität nehme.

Während des gesamten Kongress fanden zahlreiche Workshops statt. Diese beschäftigten sich mit Themen wie der Suche nach den passenden Talenten, dem schrumpfenden Angebot von jungen Arbeitskräften,  der aktiven Nutzung digitaler Medien und technologischer Neuerungen für die Anstellung von Menschen, um Risikomanagement und Kostensenkung, dem Einsatz von sog. Vendor-Modellen in bestimmten Märkten und der Integration von Lieferanten in die Suche nach den besten Arbeitskräften.

Weitere Informationen zum Kongress und zu CIETT finden sich unter www.ciett.org im Internet.

Die nächste Weltkonferenz von CIETT wird vom 25. – 27. Mai 2016 in Neu Delhi stattfinden. Im Jahr darauf feiert CIETT sein 50jähriges Bestehen in der Gründungsstadt des Verbandes in Paris.

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Tobias Hintersatz
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