Dämpfer für den Arbeitsmarkt

Das Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit ist im März 2014 gegenüber dem Vormonat um 0,8 Punkte gefallen. Nach vier auf einander folgenden Verbesserungen gab es damit zum ersten Mal wieder einen "Dämpfer". Trotzdem liegt der Frühindikator des IAB mit 101,8 Punkten weiter auf einem guten Niveau, wie es in der Pressemitteilung des Instituts heißt.

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer beruht auf einer monatlichen Befragung aller lokalen Arbeitsagenturen über die von ihnen erwartete Arbeitsmarktentwicklung in den kommenden drei Monaten. Der Indikator rechnet die üblichen jahreszeitlichen Schwankungen heraus, bezieht sich also auf die saisonbereinigte Entwicklung der Arbeitslosigkeit. Die Skala des IAB-Arbeitsmarktbarometers reicht von 90 Punkten für stark steigende Arbeitslosigkeit bis zu 110 Punkten für stark sinkende Arbeitslosigkeit.

Insgesamt sei der Ausblick für die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosigkeit in den nächsten drei Monaten überwiegend positiv, erläuterte das IAB am 27. März. "Die Arbeitsagenturen gehen von einem moderaten Rückgang der Arbeitslosigkeit aus, sind aber etwas weniger optimistisch als im Februar", wird Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs Prognosen und Strukturanalysen, in der Pressemitteilung des Instituts zitiert.

Wie auch der BAP berichtete, hat sich auch die positive Stimmung in der Wirtschaft im Zusammenhang mit dem Konflikt in der Ukraine etwas eingetrübt. Am deutschen Arbeitsmarkt sind die Aussichten laut IAB dennoch gut: "Die Arbeitslosen werden von dem Job-Boom in Deutschland stärker profitieren als im letzten Jahr", so Weber weiter. "Es gibt allerdings auch strukturelle Probleme wie den hohen Anteil Geringqualifizierter und die verfestigte Langzeitarbeitslosigkeit."


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Tobias Hintersatz
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