BAP-Vizepräsident Sebastian Lazay vertritt Branche auf IHK-Personaldienstleisterkonferenz Sachsen-Anhalt

Die Industrie- und Handelskammern (IHK) Halle-Dessau und Magdeburg haben sich klar gegen die von der großen Koalition geplanten Regulierungen in der Zeitarbeit ausgesprochen.

Sebastian Lazay, BAP-Vizepräsident, bei seinem Vortrag auf der Ersten IHK-Personaldienstleisterkonferenz Sachsen-Anhalt in der IHK Halle-Dessau

Personaldienstleister seien ein wichtiger Jobmotor in Sachsen-Anhalt.  Allerdings stehe die Branche vor erheblichen Herausforderungen, sollte die Politik ihr durch verfehlte Regulierung Steine in den Weg legen – so das Fazit der Konferenz für Personaldienstleister aus Sachsen-Anhalt, die Anfang November erstmals  in der IHK Halle-Dessau stattfand.

Über diese Herausforderungen sprach auch Sebastian Lazay, BAP-Vizepräsident, in seinem Vortrag „Personaldienstleistungen – Flexibilität für den Mittelstand und arbeitsmarktpolitische Dimension“. Lazay betonte die Bedeutung professioneller Personaldienstleister gerade für kleine und mittelständische Unternehmen, die oft nicht über eigene Personalabteilungen verfügten. Gerade sie seien auf strategische Partnerschaften angewiesen, um den Herausforderungen des Fachkräftemangels zu begegnen. Auch im Bereich der Integration und der Orientierung im Arbeitsmarkt leiste die Zeitarbeit seit Jahren wertvolle Arbeit im Interesse der Beschäftigten. Diese positiven Wirkungen für Wirtschaft und Arbeitnehmer, so Lazay, setze die Politik nun ohne Not aufs Spiel. „Die Branche hat ihre Hausaufgaben gemacht. Sie hat einen Mindestlohn für Geringqualifizierte umgesetzt und gemeinsam mit dem Sozialpartner Branchenzuschlagstarifverträge für alle Entgeltgruppen bis hin zu akademisch qualifizierten Führungskräften eingeführt. Die Forderung nach ‚gleichem Geld für gleiche Arbeit‘ ist erfüllt.“

Im abschließend Workshop mit dem Titel „Zeitarbeit: Personalentwicklung im Spannungsfeld von "Wohlfühlfaktor" und vermittlungsorientierter Arbeitnehmerüberlassung“ räumte Lazay auch noch mit dem Vorurteil auf, dass Zeitarbeitsunternehmen als Arbeitgeber nicht attraktiv seien. Am Beispiel seines eigenen Unternehmens zeigte er auf, was heute in der Branche getan wird, um Mitarbeiter zu finden und zu binden. Dazu gehörten selbstverständlich nicht nur Weiterbildungsangebote, sondern auch familienfreundliche Arbeitszeiten, führte er aus. Die Frage des Entgelts sei nicht alles.

„Die erste IHK-Personaldienstleisterkonferenz Sachsen-Anhalt war gut und wichtig“, lautete Lazays Fazit. „Ich bin den beiden Kammern sehr dankbar, dass sie diesen Erfahrungsaustausch von Vertretern aus Wirtschaft, Arbeitsagentur, Gewerkschaften und IHK organisiert haben. Diese Veranstaltung sollte auf jeden Fall Schule machen, denn nur wenn wir immer wieder über die Tatsachen in der Zeitarbeit sprechen, kann es uns gelingen, Verständnis für die positive Bedeutung der Branche zu vermitteln.“

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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