rbb-Interview: „Ich kam zur Zeitarbeit, weil ich einfach arbeiten wollte“

In einem aktuellen Beitrag des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb) äußert sich eine Zeitarbeitnehmerin zu ihren Erfahrungen mit der Zeitarbeit. Noch in DDR-Zeiten als „Facharbeiter für Schreibtechnik“ ausgebildet, ist sie seit drei Jahren bei verschiedenen Zeitarbeitsfirmen in Berlin beschäftigt. Sie arbeitet gerade in der Rekrutierung und im Bewerbungsmanagement für ein großes Unternehmen – vermittelt durch deren eigene Zeitarbeitsfirma. Warum sie Zeitarbeit gut findet, erklärt sie im Interview.

Auf die Frage von rbb, ob sie Konflikte zwischen Festangestellten und Zeitarbeitern erlebt habe, weil Zeitarbeitnehmer "Kollegen zweiter Klasse" seien, antwortet die Zeitarbeitnehmerin wie folgt: „Nee. Das habe ich nie erlebt. Damals nicht und auch nicht jetzt. Es gab und gibt keinen Unterschied zwischen den Kollegen. Es gibt keine Benachteiligung. Aber ich glaube, das liegt auch an den Menschen, die man trifft. Wie sie zusammen arbeiten, wie sie sind.“

Warum in der Zeitarbeit bleiben, wenn es weniger Geld gibt? Zu der Frage äußert sie sich wie folgt: „Ich kam zur Zeitarbeit, weil ich einfach arbeiten wollte, und hier hatte ich sofort die Möglichkeit dazu. Beim Arbeitsamt hat man nicht wirklich die Chance, eine Arbeit zu bekommen. Wenn man sich nicht selbst bemüht, findet man nichts.“ Ein weiterer Vorteil ist für sie, dass die Zeitarbeit es ermöglicht, verschiedene Firmen kennenzulernen. Und wenn es einmal keine Einsatzmöglichkeit gibt, „sitzt man nicht rum, sondern sie versuchen, einen wieder unterzubringen. Die Branche lebt ja davon, jemanden zu vermitteln, sie bekommen Provision. Das hat den Vorteil, dass man immer wieder neu mit Arbeitsstellen bedient wird. So haben beide Seite etwas voneinander - die Zeitarbeit von dem Arbeitnehmer und der Arbeitnehmer von der Zeitarbeit“. Ihr Ziel sei eine Festanstellung,  denn „Zeitarbeit kann ja ein Sprungbrett sein.“

Ein weiterer Vorteil: „Das Gute ist auch, dass man nicht zum Arbeitsamt muss, wenn man mal nicht vermittelt wird. Wenn man zwei, drei Wochen nicht vermittelt wird, bekommt man trotzdem den Lohn weiter. Es gibt ein Arbeitszeitkonto, auf dem man die Plus-Stunden aus Mehrarbeit parkt. Die nutzt man, falls man wirklich mal nicht vermittelt wird.“, lobt Schulze die Tätigkeit der Zeitarbeitsfirmen. Insgesamt stünde für sie im Vordergrund, dass sie „einfach arbeiten gehen kann“. Klar sei es schöner, „mehr Geld zu verdienen, aber das nehme ich in Kauf. Auf Leerlauf bin ich überhaupt nicht scharf.“ Sie fasst zusammen: „Ich habe gute Erfahrungen mit Zeitarbeit gemacht. Sie hat mir einfach weitergeholfen.“

„Diese Aussagen zeigen einmal mehr, welche Vorteile das Modell Zeitarbeit hat. Es ist ein unverzichtbares Instrument für die deutsche Wirtschaft und ein attraktives Erwerbsmodell für Arbeitnehmer“,  erklärt Thomas Hetz, Hauptgeschäftsführer des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP).

Das vollständige interview finden Sie unter diesem Link: https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2017/11/interview-zeitarbeit-leiharbeit-erfahrungen-berlin.html

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