„Praxistest Zeitarbeit“: Dirk Gawlitza (FDP) im Gespräch mit BAP-Vizepräsident Steffen Wilke-Stern über AÜG-Novellierung

Dirk Gawlitza (FDP) wurde von Kathrin Herz-Baumelt und BAP-Vizepräsident Steffen Wilke-Stern zum Gespräch in Empfang genommen.

Auf Initiative von Steffen Wilke-Stern (Akzent Personaldienstleistungen GmbH), Vizepräsident des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP), besuchte der FDP-Politiker Dirk Gawlitza die Niederlassung des Personaldienstleisters in Berlin. Im Fokus des Treffens, welches im Rahmen der BAP-Initiative „Praxistest Politik“ stattfand, lag die im April dieses Jahres in Kraft getretene Novellierung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG).

Der BAP-Vize-Präsident schilderte Gawlitza die Hindernisse, die sich für Personaldienstleister in der Arbeitnehmerüberlassung ergeben: „Auch fast ein halbes Jahr nach dem Erlass des Gesetzes ist Equal Pay nicht genau definiert. In vielen Fällen ist nach wie vor unklar, wie man den korrekten Vergleichslohn berechnet“, erklärt Wilke-Stern. Auch die im Gesetz verankerte Entgeltangleichung in Verbindung mit der Überlassungshöchstdauer sieht er kritisch „Es ist einfach unerfreulich, einem Mitarbeiter nach neun Monaten das gleiche Geld zu geben und nach weiteren neun Monaten ist wieder Schluss damit weil er nicht weiter auf der Stelle arbeiten darf“, so Wilke-Stern. Weiterhin verwies er auf das dringende Erfordernis von Öffnungsklauseln für höherqualifizierte Flüchtlinge und für Mitarbeiter in Qualifizierungsmaßnahmen, die beispielsweise das 3-Stufen-Modell des BAP durchlaufen. In vielen Punkten erntete Wilke-Stern von Seiten Gawlitza, der ebenfalls ein Unternehmen führt, Verständnis.

Über die BAP-Aktion „Praxistest Zeitarbeit“

Wie funktioniert Zeitarbeit in der Praxis, wie arbeiten Zeitarbeitskräfte und was wird sich daran durch die neue Gesetzesreform ändern? Um Politikern direkte Antworten auf diese und andere Fragen zu liefern, hat der BAP im Jahr 2015 die Initiative „Praxistest Zeitarbeit“ ins Leben gerufen. Das Interesse von Seiten der Politik, sich vor Ort die Praxis der Zeitarbeit näher anzuschauen ist groß: Auch angesichts der Bundestagswahl nutzen zahlreiche Politiker unterschiedlichster Parteien, die Gelegenheit, mit Zeitarbeits- und Kundenunternehmen sowie Zeitarbeitnehmern ins Gespräch zu kommen.

Wichtiger Hinweis:
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