Rekordverdächtiger Tarifverdienst- und Kaufkraftanstieg – Zeitarbeitnehmer profitieren von hoher Tarifabdeckung

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag gemeldet hat, sind die Tarifverdienste in Deutschland im dritten Quartal 2018 um durchschnittlich 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Das ist der zweithöchste Anstieg seit Beginn der Statistik im Jahr 2012.

Unter Berücksichtigung einer Inflationsrate um die 2,1 Prozent lässt sich also eine stärkere Kaufkraft konstatieren. Experten rechnen damit, dass die Reallöhne 2018 das siebte Jahr in Folge zulegen werden, meldet u.a. die WirtschaftsWoche Online.

Allerdings bestehen zwischen den einzelnen Wirtschaftszweigen große Unterschiede. So erhöhten sich die monatlichen Tarifverdienste überdurchschnittlich in der Wasserversorgung, Entsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen (+7,6 Prozent), bei Kunst, Unterhaltung und Erholung (+5,5 Prozent), in der Energieversorgung (+5,5 Prozent) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (+4,8 Prozent). Der hohe Anstieg in diesen Bereichen sei vor allem auf einen Sondereffekt durch Nachzahlungen zurückzuführen. Unterdurchschnittlich stiegen die Tarifverdienste u.a. im Bereich Information und Kommunikation (+2,9 Prozent), in der Land- und Forstwirtschaft (+2,7 Prozent), im Handel (+2,3 Prozent) sowie im Bergbau (+2,0 Prozent).

Gute Entwicklung im Dienstleistungsbereich und in der Zeitarbeit

Ebenfalls um 3,7 Prozent gestiegen sind die Tarifverdienste im gesamten Wirtschaftsbereich Dienstleistungen. Hierzu zählt der Wirtschaftszweig Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (+3,0 Prozent), dem wiederrum die Zeitarbeitsbranche zuzurechnen ist. Auch hier lässt sich demnach unter Berücksichtigung der Inflationsrate ein Kaufkraftanstieg feststellen.

Dieses Beispiel belegt, wie vielfältig die Beschäftigten in der Zeitarbeit davon profitieren, dass die Tarifabdeckung in der Branche nahezu 100 Prozent beträgt und zwar ausschließlich mit DGB-Tarifverträgen. Branchenübergreifend arbeiteten hingegen 2017 in Westdeutschland nur noch 49 Prozent und in Ostdeutschland nur noch 34 Prozent in einem Betrieb, in dem ein Flächentarifvertrag gilt.

Weiterführende Informationen zum BAP/DGB-Tarifwerk sowie  die aktuelle Entgelttabelle finden Sie hier.

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Doris Droste
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