Immer mehr unbesetzte Ausbildungsplätze – PDK-Ausbildungsberuf ist stark nachgefragt

Die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze in Deutschland steigt laut einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft e.V. (IW Köln) immer weiter an. Dabei gab es im Vermittlungsjahr 2017/2018 erstmals seit 1994 mehr Ausbildungsstellen als Bewerber. Zwischen dem 1. Oktober 2017 und dem 30. September 2018 wurden insgesamt über 565.000 Ausbildungsstellen gemeldet, das sind rund 20.000 mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig meldeten etwa 536.000 Jugendliche bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern ihr Interesse an einer Ausbildung an, 12.000 weniger als im Vorjahr. Rein rechnerisch kommen auf 100 Stellen also mittlerweile nur noch 95 Bewerber.

Dabei hat sich das Angebot an Ausbildungsstellen in den vergangenen fünf Jahren je nach Beruf und Branche teils erheblich verändert. So ist in Berufen mit starken Fachkräfteengpässen das Angebot an Ausbildungsstellen zwischen 2012 und 2017 um gut 13 Prozent gestiegen, wo hingegen in Berufen ohne Engpässe das Stellenangebot im gleichen Zeitraum um rund neun Prozent abnahm.

Das Ausmaß an nicht besetzten Ausbildungsplätzen ist zuletzt von Jahr zu Jahr angestiegen und hat mittlerweile erhebliche Dimensionen erreicht. Laut IW Köln gab es Ende September 2018 57.700 unbesetzte Ausbildungsplätze, das sind 18 Prozent mehr als im Vorjahr und fast 150 Prozent mehr als vor 20 Jahren. Es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum offene Stellen und Bewerber immer häufiger nicht zusammenfinden. Besonders oft genannte Ursachen sind dabei eine zu große Entfernung des Ausbildungsortes vom Wohnort des Bewerbers und sowie zu weit auseinandergehende Erwartungen bei den Ansprüchen an den Beruf zwischen Bewerber und Unternehmen. Auch regional lassen sich erhebliche Unterschiede bei der Ausbildungsproblematik feststellen. So gab es vor allem im Süddeutschland, Thüringen, Hamburg und dem Saarland mehr Ausbildungsplätze als Bewerber, wo hingegen das Verhältnis insbesondere in Berlin, Hessen und Nordrhein-Westfalen genau umgekehrt war.

Zudem zeigt die Studie des IW Köln auf, dass es sehr abhängig vom Beruf ist, wie groß die Probleme sind, Berufsnachwuchs zu finden. Sehr begehrt ist beispielsweise die Ausbildung in Büro- und Sekretariatsberufen. Hier haben die Unternehmen weiterhin eine große Personalauswahl, denn auf 100 Bewerber kommen nur 70 Ausbildungsstellen. Ganz anders stellt sich die Situation hingegen im Bereich Klempnerei, Sanitär, Heizung und Klimatechnik dar, wo auf 100 Bewerber 162 Ausbildungsplätze kommen. Noch viel dramatischer ist die Situation in der Gastronomie, wo 100 Bewerbern im Durchschnitt sogar 341 Ausbildungsstellen zur Verfügung stehen.

Da für die Unternehmen die eigene Ausbildung eine zentrale Säule bei der Fachkräftesicherung ist, bieten auch die Personaldienstleister seit mittlerweile über zehn Jahren mit der Personaldienstleistungskauffrau bzw. dem Personaldienstleistungskaufmann (PDK) einen eigenen Ausbildungsberuf an. Seit dem Start im Jahr 2008 haben bereits über 7.000 PDK-Auszubildende ihre Prüfung erfolgreich abgelegt und der PDK befindet sich konstant unter den Top 100 der am stärksten gefragten Ausbildungsberufe in Deutschland.      

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Doris Droste
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