IAB: Zahl der chronisch Arbeitslosen geht stark zurück

Die Zahl der Menschen mit nachhaltigen Beschäftigungsproblemen ist seit dem Jahr 2006 stark zurückgegangen. Der Anteil an der Gesamtheit der Erwerbstätigen und der Erwerbslosen hat sich seither von sechs auf rund drei Prozent halbiert – so das Ergebnis einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Unstetige Erwerbshistorie

Im Gegensatz zu den Langzeitarbeitslosen gehören zu den chronisch Arbeitslosen nicht nur Personen, die durchgängig zwölf Monate oder länger arbeitslos sind, „sondern auch diejenigen, die eine unstetige Erwerbshistorie mit sehr kurzen Beschäftigungsphasen, Arbeitslosigkeit und Maßnahmenteilnahme im Wechsel aufweisen“, heißt es in der heute veröffentlichten Meldung vom IAB. Fast jeder zweite chronisch Arbeitslose befindet sich über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren in einer solchen Situation. Laut IAB schaffen es 15 Prozent der chronisch Arbeitslosen innerhalb von fünf Jahren in eine längerfristige Beschäftigung.

Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen können helfen

Im Jahr 2006 gab es 2,6 Millionen chronisch Arbeitslose – im Jahr 2015 waren es nur noch 1,2 Millionen Menschen. Als Gründe für den Rückgang führt das IAB die konjunkturelle Entwicklung der vergangenen zehn Jahre und die Hartz-Reformen auf. Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen würden den Übergang aus der chronischen Arbeitslosigkeit in längerfristige Beschäftigung bewirken. „Für diejenigen, die keine realistische Chance auf Integration in den ersten Arbeitsmarkt mehr haben, könnten subventionierte Beschäftigungsverhältnisse zumindest zur Verbesserung der sozialen Teilhabe beitragen“, so IAB-Arbeitsmarktforscherin Regina Konle-Seidl.

Wichtiger Hinweis:
Die Weitergabe der persönlichen LogIn-Daten an Dritte ist untersagt. Bei Zuwiderhandlung behält sich der BAP entsprechende rechtliche Schritte vor.

Artikel teilen:

zurück