Handelsblatt: Geringe Teilnahme der Deutschen an der digitalen Welt

Laut heutigem Artikel vom Handelsblatt zeigt eine neue Studie der Initiative D21, dass ein Viertel der Deutschen nicht an der digitalen Welt teilnehmen. Das sind rund 16 Millionen Bürger, die digital im Abseits stehen. Für diese Studie, wurden in 22.459 Interviews deutsche Bürger ab 14 Jahre befragt. Das Studienprojekt ist unter anderem gefördert über das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

In erster Linie fühlen sich viele Deutsche von der Digitalisierung überfordert und nehmen gar nicht erst an den neuen Entwicklungen teil. Beim „D21-Digitalindex“ konnten die Deutschen zwar von 51 auf 53 Punkte zulegen, dies ist aber noch weit vom Maximalwert von 100 Punkten entfernt. Gemessen wird beim Digitalindex der Zugang zur Digitalisierung. Dies beinhaltet die berufliche und private Nutzung des Internets, die Nutzungsvielfalt, welche Geräte zur Verfügung stehen, welche Anwendungen die Deutschen regelmäßig nutzen, die digitale Kompetenz sowie die Einstellung zum Internet.

Die Überforderung entsteht bei 32 Prozent der Befragten durch die Dynamik und Komplexität der Digitalisierung. 42 Prozent sind es sogar bei den über 50-Jährigen. Bei Studienautoren zählen zwar 34 Prozent der Deutschen zu Digitalen Vorreitern und 41 Prozent zu digitalen Mithaltenden, aber 25 Prozent der Deutschen (16 Millionen Menschen) zählen immerhin zu den „Digital Abseitsstehenden“. Dennoch werden zunehmend neue Fähigkeiten – in Wirtschafts- und Arbeitswelt oder im Privatleben – des Einzelnen durch die digitalen Technologien gefordert.

Bei der Bildung wünschen sich die Deutschen mehr Engagement. 65 Prozent (ein Anstieg von 20 Prozentpunkten zum Vorjahresvergleich) fordern, dass Programmierkenntnisse Bestandteil der Schulbildung sein müssen. Über Schulungen und Weiterbildungen, eignen sich 15 Prozent der Befragten das neue Wissen im Bereich Computer, Internet und digitalen Themen an.

95 Prozent der Deutschen mit hoher Bildung nutzen laut Befragung zumindest hin und wieder das Internet, bei Menschen mit niedriger Bildung sind es 59 Prozent. Vor allem Ältere und weniger gebildete sind somit von den Entwicklungen der Digitalisierung abgeschnitten.

Von den 14- bis 29-Jährigen nutzen insgesamt 99 Prozent das Internet, 85 Prozent der 50- bis 64-Jährigen und  lediglich 48 Prozent der über 65-Jährigen. Grund für die Nichtnutzung ist das geringe Interesse an dem Medium an sich aber auch der mangelnde Nutzen, die Kompliziertheit sowie Sicherheitsbedenken. Eine Online-Banküberweisung können laut Studie nur 56 Prozent der Befragten durchführen und gerade mal 13 Prozent gaben an, Programmierkenntnisse zu haben.

Wichtiger Hinweis:
Die Weitergabe der persönlichen LogIn-Daten an Dritte ist untersagt. Bei Zuwiderhandlung behält sich der BAP entsprechende rechtliche Schritte vor.

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