BIBB: Schwacher Anstieg der tariflichen Ausbildungsvergütungen 2017

Laut des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) sind im Jahr 2017 die tariflichen Ausbildungsvergütungen um 2,6 Prozent gestiegen. Ermittelt wurden die durchschnittlichen Vergütungen für 181 Berufe in West- und 152 Berufe in Ostdeutschland. Auf die einbezogenen Berufe entfielen 89 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse. Der Vergütungsanstieg fiel deutlich schwächer aus als in den Vorjahren. Im Jahr 2017 kamen die Auszubildenden auf eine bundesweite Vergütung von durchschnittlich 876 Euro brutto im Monat (Westdeutschland 881 Euro / Ostdeutschland 827 Euro). Die tariflichen Ausbildungsvergütungen stiegen damit prozentual fast identisch an: im Westen um 2,6 Prozent und im Osten um 2,5 Prozent.

2017 bestanden zwischen den Ausbildungsberufen erhebliche Differenzen in der Vergütungshöhe. Besonders hoch lagen die tariflichen Ausbildungsvergütungen im Handwerksberuf Maurer/in mit monatlich 1.095 Euro im gesamtdeutschen Durchschnitt. In Ostdeutschland fielen die Beträge allerdings mit 915 Euro deutlich niedriger aus als in Westdeutschland mit 1.110 Euro. Hohe tarifliche Vergütungen wurden beispielsweise auch in den Berufen Mechatroniker/in (gesamt: 1.043 Euro, West: 1.047 Euro, Ost: 1.023 Euro), Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen (einheitlich: 1.028 Euro) und Industriekaufmann/-frau (gesamt: 1.004 Euro, West: 1.008 Euro, Ost: 942 Euro) gezahlt. Vergleichsweise niedrig waren die tariflichen Vergütungsdurchschnitte 2017 zum Beispiel in den Berufen Maler/in und Lackierer/in (einheitlich: 693 Euro), Bäcker/in (einheitlich: 637 Euro), Florist/in (gesamt: 617 Euro, West: 622 Euro, Ost: 587 Euro) sowie Schornsteinfeger/in (einheitlich: 518 Euro).

Zwischen den Ausbildungsbereichen gab es 2017 ebenfalls deutliche Unterschiede im tariflichen Vergütungsniveau. Überdurchschnittlich hohe Ausbildungsvergütungen wurden im Öffentlichen Dienst (einheitlich: 958 Euro) sowie in Industrie und Handel (gesamt: 942 Euro, West: 950 Euro, Ost: 878 Euro) erreicht. Unter dem Gesamtdurchschnitt lagen dagegen die Vergütungen im Bereich der freien Berufe (gesamt: 809 Euro, West: 810 Euro, Ost: 773 Euro), in der Landwirtschaft (gesamt: 733 Euro, West: 753 Euro, Ost: 641 Euro) sowie im Handwerk (gesamt: 738 Euro, West: 743 Euro, Ost: 678 Euro).

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Gesa Kok
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