BiB: Erwerbstätigkeit im Alter steigt

Für immer mehr Menschen spielt das Regelalter keine große Rolle – sie gehen auch im Alter zwischen 65 und 74 Jahren einer bezahlten Tätigkeit nach. Im Jahr 2002 waren es noch 4,2 Prozent in dieser Altersgruppe. Laut Berechnung vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) liegt die entsprechende Erwerbstätigenquote derzeit bei 11,4 Prozent.

Steigende Tendenz bei Männern und Frauen

Der Anstieg ist geschlechtsunspezifisch: Bei Frauen beträgt die Quote 8,3 Prozent. Bei Männern liegt sie mit 14,8 Prozent deutlich darüber. Die vom BiB ausgewiesenen Werte, die sich aus Zahlen von EUROSTAT ergeben, umfassen alle bezahlten Tätigkeiten inklusive Teilzeit oder Bezahlung auf Stundenbasis.

Vorderes Mittelfeld im europäischen Vergleich

Im europäischen Vergleich befindet sich Deutschland im vorderen Mittelfeld. Beim Spitzenreiter Estland arbeitet ein Viertel der Menschen zwischen 65 und 74 Jahren (25,3 Prozent), in Luxemburg gibt es kaum noch Erwerbstätige in dieser Altersgruppe (2,6 Prozent).

Rentenreformen begründen den Anstieg

Zur Begründung der höheren Erwerbstätigenquote außerhalb des Regelalters erklärt der Wirtschaftswissenschaftler Frank Micheel vom BiB: „Maßnahmen wie die ‚Rente mit 67‘ beabsichtigen, den Ruhestand nach hinten zu verschieben und die Erwerbsdauer der steigenden Lebenserwartung anzupassen“. Aber auch finanzielle Gründe und immaterielle Motive, wie die Pflege sozialer Kontakte, bewegen Menschen dazu, im Ruhestandsalter zu arbeiten.

Wichtiger Hinweis:
Die Weitergabe der persönlichen LogIn-Daten an Dritte ist untersagt. Bei Zuwiderhandlung behält sich der BAP entsprechende rechtliche Schritte vor.

Artikel teilen:

zurück

Pressekontakt

Photo of Doris  Droste

Doris Droste
Leiterin der Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. +49 30 206098 -30
Fax +49 30 206098 -39